“Original” Sacher Torte (Hotel Sacher)

Sacher Torte

Nice, ich aß nun endlich mal die “Original” Sacher Torte. Original deshalb in Anführungszeichen, weil darüber ja erbittert gekä… diskutiert wird. Erfunden vom 16-jährigen Franz Sacher in Fürst Metternichs Hofküche und weiter verfeinert und bis zur jetzt bekannten Form optimiert von seinem ältesten Sohn für die k.u.k. Hofbäckerei Demel. Genau dieser älteste Sohn gründete dann das “Hotel Sacher” und bot auch dort seine Torte an. Dann verreckten fast alle und das Hotel ging Konkurs, da übertrug wieder ein random Sacher Sohn die Verkaufsrechte an die Bäckerei Demel und nach dem WWII ließen sich die neuen Hoteleigentümer aber “Original Sacher Torte” als Markenzeichen eintragen und prompt gab’s feinsten Courtfight zwischen Demel und Hotel Sacher.

WABITTE?!

Anyway. Der Unterschied zu beiden Torten ist: Hotel Sacher used zwei Marmeladenschichten und Bäckerei Demel nur eine. Wie die Torte aufgebaut ist, ist einfach: Randomly nice Sacher Bisquitteig, dazwischen Marmelade und oben random Schokozuckerexplosionsguss. Imho weniger eine Torte aber ein sehr feines und vor allem dezentes Stück Backkunst. Ich bin erstaunt, dass es doch so nice und fast schon “vollendet” schmeckt (sick?). Ich hätte es niemals für möglich gehalten, da einfach soviel Wind um die scheiß Torte gemacht wird. xD Aber jetzt versteh’ ich immerhin alle im Ausland lebenden, die sich die Torte truely quer über verschiedene Kontinente schicken lassen.

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Leider werde ich nie wieder eine essen können, da schon allein die kleine (Durchmesser kleiner als eine CD!) 20 EUR kostet. xD???

Paranormal Activity 2

Em tjopes.. interessehalber schaute ich mir das an und es war jetzt schon ziemlich.. blöd. Wo der erste Teil ja noch ganz interessant war ist es hier wirklich erstmal unfassbar langweilig. Man sieht Mittags das dumme ignorante Gequatsche (“Ja klar ist es komisch, dass sich der elektrische Poolreiniger jede Nacht selbst aus dem Pool befördert was jeglichen physikalischen Gesetzen widerspricht.. aber was solls!! LULL!!”), Abends dann das so gar nicht realistische Verhalten (“Huch, ich hab eben was gehört und erstmal still die Kamera angemacht bevor ich noch sonst jemanden aufwecke. Jetzt geh ich im stockdunkeln mal runter und guck was da los ist!”) wie auch schon bei Teil 1 zu sehen. Und die Effekte sind auch mal wieder die selben. In der ersten Nacht geht (achtung) DAS POOLLICHT AUS!!! DAS POOLLICHT!!! ALTER WIE KRASS! (“.) Tjo und jede Nacht das Gleiche: Bild vom Eingangsbereich, nix passiert -> Bild vom Pool, nix passiert -> Bild von der Küche, nix passiert -> Bild vom Wohnzimmer, nix passiert -> Bild von der Treppe, jetzt gibts entweder wieder Schnitt (Pool etc.) oder es passiert was.
Trotzdem – und das ist echt dumm, denn ich will dem Ganzen eigentlich überhaupt nichts gutes abgewinnen – ist man irgendwie unter Anspannung. Wie in Teil 1 bewirken die absolut bewegungslosen Bilder eben, dass man auf alles achtet und die kleinste Bewegung schon irgendwas im Hirn auslöst. Dazu natürlich noch Bass und Farbfilter und fertig ist der billige Horrorstreifen. Und das ist er auch zum Schluss (gerade zum Schluss). Tjopes.. was bleibt ist die Aussicht auf einen dritten Teil. Den glotz ich dann wohl nopes mehr.

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Hier noch der offizielle Trailer:

Die Kassierer – Physik

Die Kassierer – Physik

“Ich schlage vor, dass wir jetzt ein bisschen Bumsen” – Track 14, Titel “Zitronenhai”, CD “Physik”

Die Kassierer - Physik Rapidshare Megaupload Blogspot

Und auf einmal gab es ein neues Kassierer-Album. Ist es tatsächlich schon 7 Jahre her, dass ihr letztes Meisterwerk “Männer, Bomben, Sateliten” erscheinen ist? Es kommt mir wie höchstens 3 Jahre vor, und obwohl ich die Platte in- und auswendig kenne, kommen mir die Songs erstaunlich frisch und neu vor. Kein Zweifel: “Männer, Bomben, Sateliten” war einer der großartigsten Alben der mächtigen Kassierer aus Bochum-Wattenscheid. “Ich bin faul”, “Das politische Lied” oder “Mein schöner Hodensack” haben sich zu Klassiker entwickelt. Ob der ehemalige APPD-Kanzlerkanidat und nun zur Pogo-Partei (POP) gewechselte Wolfgang “Wölfi” Wendland mit seinen Bandkollegen Nikolai Sonnenscheiße, Volker Kampfgarten und Mitch Maestro an diesen Erfolg anknüpfen können?

Hören wir doch mal rein. Eine Begrüßung durch ein “Physikalisches Intro” folgt auch gleich mit “Nieder mit der Arbeit”, welches natürlich auf die Sinnlosigkeit und Dummheit einer Anstellung anspielt (und seien wir ehrlich: Arbeit ist auch wirklich dumm). “Ich fick dich durch die ganze Wohnung” wird durch Wölfi eingeleitet und handelt auch darum, was der Titel verrät. Der darauf folgende “Drillinstructor-Song” kommt schon ein wenig komisch rüber. Nicht nur weil es eine Homage an Captain Jack darstellt, sondern weil bis dahin das Album eher prollig-schlecht rüberkommt.

Bitte nicht falsch verstehen: Die Kassierer waren schon immer prollig, und das ist auch gut so. Jedoch handelte es sich be jedem Kassierer-Album bisher um Kunst. Ich weise auf das “Kunst”-Album von 2005 hin. Von prollig-künstlerisch ist bei den ersten Songs aber nicht viel übrig. Weder was die lyrische Qualitäten angeht, noch die musikalische Präsentation. Assige Alkoholabhängige wie ich erwarten selbst hier gewisse Qualität. Sparen tu ich schon bei der Biermarke genug (Oettinger hurra!).

Jedoch reist der nächste Song (“Wenn man gut singen kann, singt man ein Lied, (…) wenn man gar nicht singen kann, singt man einen Song… wir singen Ihnen nun einen Song…” – aus “Der Song von den brennenden Zeitfragen”) einiges raus. “Ich war ein Spinner” ist bereits nach kurzer Zeit ein absoluter Ohrwurm, der mich nicht loslässt. “Ich saß im Zimmer und war ohne Grund nervös – ich war ein Spinner – doch jetzt bin ich seriös” reiht sich als Refrain auf mehrere Aussagen wie “Ich bin viel schwarzgefahren, mit Bus und Eisenbahn, heute fahr ich BMW und esse Rindsfilet, ich hab viel onaniert und war oft sehr frustiert, heute bin ich kultiviert und ficke gern zu Viert!” zu einem Ska-Essemble. Hervorragend!

“Das Lied vom Kot” reiht sich musikalisch an eher dunklere Songs wie “Meister aller Fotzen” vom letzten Album an, ist bei weiterem elektronischer und mit Orgel – und überzeugt durch die Lyrik – “…die schlimmste Substanz im Weltenall, das ist doch wohl ein klarer Fall, hat keine Form, dient keiner Norm und ihr Geruch der ist enorm – Das ist der Kot, der Kot, das ist der Kot!”. Und dann noch ein Kracher danach: “Radioaktiv!” beschäftigt sich mit dem täglichen Ablauf eines Menschen, vom Klo putzen über eine Mahlzeit am Morgen – bis dieser sich nackt auszieht, auf das Bett legt und über Radioaktivität nachdenkt. Gepaart mit der Vorstellung, Wölfi insziniere diese Szene durch seinen reizvollen Gesang, dürfte dies wohl den größten Hit der Scheibe darstellen.

Danach folgen auch noch großartige Songs wie “Schönes Universum” (“das Universum ist so schön, drum lass uns einen saufen gehen!”), “Mir ist alles piepe” oder “Verliebt in Whiskey, Bier und Wein” (was zumindest Live das beste Lied sein könnte), doch danach ist ein steiler Abstieg zu vernehmen. Trotz einem Beitrag von Mambo Kurt und einer Neu-Interpretation eines Georg-Kreisler-Lieds (“Was für ein Ticker ist ein Politiker”) kommen nicht wirklich prickelnde Songs, welche wie aus dem Kassierer-Lego-Bausatz wirken: Eine Ankündigung wie bereits häufig in zuvorigen Alben gehört, meistens zu undurchdachte Texte und Reime, die wie “auf Teufel komm raus” rüberkommen.

Fazit
Erstmal die nackte Wahrheit: “Physik” kann “Männer, Bomben, Sateliten” nicht toppen. Zu wenig Neues kommt hier ins Kassierer-Universum, die sich durchmischenden Musik-Stile und die Variationen an Musikinstrumenten sind nicht so komplex wie bei “Männer, Bomben, Sateliten” und wirken nach diesem großartigen Album auch eher abgegriffen. Auch das Album-Cover kann nichts retten, denn es ist technisch sehr simpel gestaltet und – obwohl es einen roten Faden im Album vorgibt – ist eher weniger ansprechend. Nach einigen Male des Anhören kristalisieren sich jedoch aus den 22 Tracks einige großartige Songs heraus, vorallem “Verliebt in Whisky, Bier und Wein”, “Ich war ein Spinner” und “Schönes Universum” versprechen absolute Klassiker zu werden. Bei der Bewertung habe ich mich schwer getan, schwankte zwischen 3 und 4 Penen von 5. Aber der Kassierer-Bonus machten 4 daraus, vorallem weil ich es nebenbei natürlich auch anhörte: “Ich bin verliebt in Whiskey, Bier und Wein, das läuft in großen Mengen in mich hinein, ich bin verliebt, fühl mich richtig wohl – ich bin verliebt in Alkohol!!”

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Motto: :saufen: :wank: :penner:

Hörproben und kaufen: Die CD (oder Vinyl) gibt es im übrigen hier käuflich zu erwerben (Amazon.de) für nur unglaublich günstigte 14,99 EUR! Wow! Unglaublich! Magnifique! Aka Hörtproben gibts da auch.

M-Project – No Alternative

M-Project – No Alternative (2010)
Erschienen bei GUHROOVY (DQC-527)

Japan ist, was die Musikproduktion angeht, Mitte der 90er Jahre stehengeblieben und weigert sich seitdem erfolgreich, auch nur den kleinsten Schritt nach vorne zu machen. Man bekommt den Eindruck, irgendwer ganz oben hätte das so entschieden, und wie die konservativen Japaner halt so sind, dachten die sich wahrscheinlich “Ach joah, das kann eigentlich alles garnicht so schlecht sein. Schuster, bleib bei deinen Leisten heißt doch das Sprichwort, gell? UND ALLES, WAS NICHT JAPANISCH IST, RAUS!”. Anders kann man sich den neuesten Longplayer von M-Project nicht erklären.

Stellt euch vor, ihr seid zurück in, sagen wir mal, 1995, und ihr tragt verdammt hässliche Klamotten. Also wirklich das absolut Hinterste, was ihr noch in eurem Kleiderschrank gefunden habt. Gepunktete Leggins und so. Unterste Kanone. Der Rave wird im Moment von findigen Produzenten ausgeschlachtet und erlebt – vor allem in Deutschland – in populären Kreisen seine Renaissance, die Holländer basteln fleißig an ihren Anthems, während die Engländer den Acid noch nicht ganz verdaut haben. Und alles ist irgendwie echt geil. Nur die Musik nicht.

Seit knapp 10 Jahren finden die Japaner diesen peinlichen Abschnitt der Musikgeschichte wahnsinnig interessant und tun alles, um ihn nicht in der Versenkung verschwinden zu lassen. Während alle Welt mittlerweile im Post-Punk, Lo-Fi Indie oder Psychedelic Rock angekommen ist und einen revolutionären Sound nach dem anderen raushaut, produzieren unsere kleinen Freunde mit den kurzen Nasen seit 10 Jahren Musik, die gute 15 Jahre alt ist. Entspannt im 4/4-Takt bei betonfesten 160-180 BPM. Aber die LDP war ja auch fast 50 Jahre an der Macht. Das färbt bestimmt ab.

Bezeichnenderweise heißt der Opener von No Alternative “The Future Is Now”. Ob das nun knallhart kalkulierte Satire oder tatsächlich ernst gemeint ist, kann ich nicht so genau sagen. Wahrscheinlich ein bisschen von beidem. Die Platte braucht ganze 44 Sekunden um von einem Intro-Breakbeat in das gewohnte oder lang vergessene Unfz Unfz Unfz Unfz umzuschalten und gibt dieses bis zum letzten Track auch nicht mehr aus der Hand. Ein paar Claps und zwei Hoover-Spuren später ist man auch schon tief drin.

Und jetzt kommen die zwei Worte, die mich mindestens fünf vier Freundschaften kosten werden: Ich mag’s. Nein, jetzt echt. Ich konnte mir das Lachen und das lauthalse “IS DES GEIL!” beim Hören der Previews nicht verkneifen. Ich hab wirklich ganz mächtig Spaß an diesem Scheiss. No Alternative ist das Äquivalent zu den Mega Hits-Samplern der 90er Jahre, die HartzIV-lern auch heute noch feuchte Träume bescheren und ich fahr da voll drauf ab. Ich würde nie offen zugeben, dass ich No Alternative allen Ernstes hören würde, aber genau wie die Sachen von DJ Sharpnel hat es diesen unmißverständlichen und unverkennbaren Fun-/Trashcharakter, dem ich mich nicht entziehen kann. Ja, es ist oberflächlich. Ja, die Melodien hat man alle mit Sicherheit in der Mischung schonmal irgendwo gehört und nein, ich werde mich hier nicht in irgendwelchen Beschreibungen von Beat- oder Samplestrukturen ergehen, weil es im Grunde keine gibt. Es klingt alles gleich schlecht und hat man das Album einmal durch, gibt es null Anreiz, sich das Zeug nochmal reinzuziehen. Es sei denn, man ist WIRKLICH hackenstramm. Es ist die nüchternste und einfachste Form von Partymusik, die man überhaupt produzieren kann. Es steckt keinerlei Anstrengung in diesen Stücken. Nichts, was irgendwie charakteristischen Wiedererkennungswert hätte. Austauschbar. Eben Happy Hardcore in Reinform. Was soll ich dazu noch mehr sagen?

Wer neugierig geworden ist (und nebenbei nicht ganz astrein im Kopf): Some Crappy Uploads hat das Teil als Download. Alle anderen machen zukünftig einen weiten Bogen um mich. Ich überlege ernsthaft mir diesen Shit zu kaufen. Kann mich bitte jemand davon abhalten?

Gibt’s zu kaufen bei: J-Core
Gibt’s zum Vorhören bei: Youtube

Für: Partys, auf denen man rausgeschmissen wird.

Gegen: Freunde.

Metroid Other M


Ich machs kurz. Das Spiel ist eigentlich nicer als alle Prime-Teile zusammen (sag ich jetzt einfach mal so, obwohl ich nur Teil 3 spielte lullz), ganz einfach weils geil 2D ist (zu 80%). :pen:

Positiv:
- 2D
- Viele Zwischen- und Endgegner
- 2D
- Sehr sehr dicke Quality bei den CGIs. Ich glaube die besten die es bis jetzt für Wii gibt?
- Schnelle Action
- Geile Finishing Moves, die vollautomatisiert ablaufen (sieht halt geil aus und treibt den Adrenalinspiegel nach oben)
- Mehr wie Super Metroid aka 2D

Negativ:
- Wo man bei GOW z.B. wie ein Spasti auf jedes noch so einfache Rätsel hingewiesen wird, bekommt man hier.. gar nix -> Frust.
- Wenn man verreckt (und das tut man), kann man Pech haben und muss nochmal 5 Minuten Weg bis zu der einen entscheidenden Sekunde zurücklegen -> Nerv.
- Ständiges Gelaber der Protagonistin über Dinge die man sowieso gerade sieht. -> Weiber halt.
- Die andauernde Sucherei wo es weitergeht nervt mit der Zeit (Ja, das ist normal für Metroid aber mich persönlich nervts dieses Mal sehr) -> Langeweile.
- Wenn man zwei Räume weiter ist und zurück muss (und das muss man oft), Gegner-Respawn!!! =P -> aka Schach Matt.

Oje wie ich Respawns hasse. Ich hab immer noch Träume von diesem beschissenen ‘Fade To Black’. Man, kotzen mich Gegner an die man jedes und jedes Mal aufs neue umbringen muss. Es nervt einfach nur abartig. Ich verstehe auch denn Sinn nicht, denn em.. es ist nicht so, dass die Schlampe sich dadurch irgendwie weiterentwickeln würde wie bei z.B. einem Rollenspiel oder so!?!???

Tjopes, deshalb glotz ich nun Speedrun auf youtube (ist bei diesem Spiel dank nicht abbrechbarer cutscenes und dank fehlender Moves wie, dass wenn man springt schneller ist als normal usw. recht hübsch anzusehen) und scheiss auf das Game.

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MoschMosch Ramen-Nudeln Heidelberg

Tjopes, nun war ich mal im MoschMosch in Heidelberg. Ich aß obige Ramen mit Rinderbrühe, Hähnchenfleisch und Blattspinat drinnen. Die Brühe schmeckte ein klein wenig weird, das Hähnchenfleisch war weird gewürzt und die Nudeln waren ziemlich al dente. Alles in allem wirklich… nicht so hervorragend. Wenn man wirklich gar keine Ramen in der Nähe hat, dann geht das wohl einmal im Jahr, aber ansonsten isst man lieber woanders. Der Kim-Chi war in Ordnung, aber mit 2,75 EUR recht teuer für eine dermaßen kleine Miniportion. Überhaupt war alles relativ teuer. Steffie aß random gebratene Nudeln mit Hähnchen, die nicht nur lauwarm sondern mit 8,50 EUR (?) auch noch hurenfickteuer waren.

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RAW Rock-Kneipe München

Name: RAW
Straße: Schleißheimer Straße 28, 80333 München
Anreise: U1 Stiglmaierplatz oder U2 Theresienstraße (ca. 10 Minuten zu Fuß)
Preislich: Günstig – Mittel
Sitzplätze: für ca. 35 Personen (geschätzt)
Rauchen: Nur vor der Tür

München hat eine kleine aber feine Auswahl an Szenelokalen für Liebhaber der härteren Musik-Gangart, sprich von Metal über Punk-Rock bis hin zu Hardcore. Bereits etablierte Locations wie das Abseits (Marktstraße 3), Tumult (Blütenstraße 4) oder das Flex (Ringseisstraße 7) halten sich schon lange, doch leider sind mit der Zeit auch einige geschlossen worden (z.B. Kings’n'Queens in der Reisinger Straße) und wenig Nachschub kam nach.  Gerade in solchen Zeiten ist es erfrischend, mal wieder eine neue Kneipe dieser Art in München zu sehen.

Im “RAW” spielt laut Betreiber Marvin Ullmann “Rock, von Cash bis Pantera” (Zitat aus der Süddeutschen) und spezialisiert sich daher nicht wie beispielsweise das Abseits auf Metalheads. Das scheint mal eine recht gute Alternative zu sein, nachdem das Abseits sich selbst ins – Achtung Wortspiel – mit dem eigenen Publikum ins Abseits gestellt hat.

Wenige Schritte vor der Kneipe sieht man an der Bande auch schon, dass Tegernseer (gut) und Schneider Weiße (weniger gut) ausgeschenkt wird. Eine kleine Überraschung, herrscht doch bei den meisten nicht-08/15 Kniepen fast schon eine Augustiner-Pflicht. Mit dem Hellen vom Brauhaus Tegernsee (vom Fass) hat man aber die – meiner Meinung nach – beste Alternative zur Hand, vorallem da das Augustiner nach jahrelangen Konsum irgendwann einfach fad wird.

Dennoch ist das Angebot ein wenig eingeschränkt. Zwar ist noch das Pilsener Urquell auf der Liste, gefolgt von vielen Softgetränken, Wein, Härteren (Jägermister, Averna, Ramazzotti, Grappa, Tequila, Absolut Wodka, Jack Daniels, Jim Beam und Woodford Reserve) und Longdrinks, das wars aber fast schon. Desperados oder Cider findet man hier nicht, auch keine dunklen Biere. Der (im übrigen sehr nette) Barkeeper meinte aber umgehend, dass das aber noch auf die Liste kommen könnte.

Die Preise sind – nicht nur für Münchner Verhältnisse – sehr human, auch wenn einige nicht angepasst scheinen (0,20ml Tonic Water kosten mehr als die gleiche Menge Tequila). Doch das ist egal, denn 2,90 Euro für ein Tegernseer vom Fass oder 2,40 Euro für 2cl Tequila sind ein echt sehr gutes Angebot!

Was leider auch ein bisschen nach Sonderpreis aussieht, ist die Innenausstattung. Zwar ist das RAW noch sehr jung, aber dennoch wirkt es sehr steril. Außer einigen Versuchen wie ein TV mit Metal-Dokumentationen, Totenköpfen am Bierhahn, Gitarren an den Wänden oder Instrumentenboxen als (zu niedrige) Tische will da nicht wirklich eine Rock-Stimmung auftreten. Die Sitze im hinteren Teil der Location, die links über die Bar zu erreichen ist, ist zum gemütlichen Sitzen nicht wirklich geeignet. Die Sitzlehnen gehen viel zu weit hinter, das Material nicht griffig, die Tische sind zu tief und ein freistehendes Eck am hinteren Ende macht es unmöglich, dass sich trotz zusätzlicher Hocker mehr als 10 Personen dort versammeln können. Im Vorderteil sind vor den Fenstern nur 2 Sitzmöglichkeiten mit den gleichen weit entfernten Lehnen zu finden, daneben noch Barhocker – na klar – aber das wars dann auch schon wieder. Dafür ist die Toilette aber tip-top und sauber.

Kommen wir dann noch zu einer Variablen, die sich natürlich über den Lauf der Zeit ändern kann: Das Publikum. Als wir anwesend waren, sahen wir 2 Hardcore-Guys am Tresen und im Hinteren Teil eine Art After-Work-Meeting von ca. 45jährigen Non-Metal-Leute in Hemden. Und das sollte sich auch länger nicht ändern. Über ein paar Stunden kamen eher ältere Leute hin, die bei weiterem nicht wie Szene-Kenner aussehen. Natürlich muss man das auch nicht sein, bitte dies nicht falsch verstehen. Aber ein bisschen deplatziert fühlten wir uns in dieser Situation schon. Auch die Gespräche am Nachbartisch waren eher über Rolex-Uhren und das letzte Business Meeting als über Sex, Drugs and Rock’n'Roll.

Fazit:
Zugegeben, das RAW wirkt steril und auch die alkohlische Palette muss ein bisschen erweitert werden. Im Publikum sind keine Spacken wie in anderen Locations anzufinden, dafür sollte man aber auch keine szenenahe Besucher erwarten. Die Barkeeper sind sehr freundlich und nett. Musikalisch geht es mal sanft, mal härter rauf und runter, aber auch “nur” mit bekannteren Acts wie System of a Down oder AC/DC. Hardcore, Black-, Thrash- oder Death-Metal wird (wurde) nicht gespielt. Aber das RAW zeigt preislich wo es langgeht. 2,90 Euro das Helle (Tegernseer vom Fass) oder 2,40 Euro für 2cl Tequila ist für Münchner Standards wirklich günstig und deswegen einen Besuch auf jeden Fall wert.

Vietnamesische Sommerrollen (vegan)

Dazu braucht man:

  • Thai-Basilikum (süß)
  • Koriander
  • “Stinking”, k.A. welche Pflanze das genau ist?!
  • Thai-Minze
  • Sojasprossen
  • Glasnudeln
  • Dünne Reisrollen
  • Limette
  • Alles mögliche was man reintun will, von Fake-Garnelen (siehe Fotos) bis hin zu Hackfleisch

Danach wirds entweder pur gegessen (nur für echte Kräuter-Fans) oder kurz (!) in die Friteuse geschmissen. Ist besonders für heiße Tage sehr geeignet. Im Endeffekt sieht man alles schon wie es gemacht wird auf den folgenden Fotos. Am besten passt dazu eine süß-saure Plaumensoße oder sogar eine Erdnusssoße.

Vegane Spinat-Lasagne mit Soja-Hackfleisch

Gebraucht wird: Lasagneplatten, ca. 250g Soja-Hackfleisch aus dem Supermarkt, 1gk frischer Spinat, 2 Dosen gehäutete Tomaten, 1 Knoblauchzehe, Majoran, Basilikum, Salz, Pfeffer

Rezept: Spinat in einem kleinen Topf mit Wasser für 2 Minuten einkochen lassen. In einer Schüssel die Tomaten zerkleinern, mit Salz, Pfeffer, Majoran und Thymian vermischen. Auflaufform mit Margarine einfetten und die Lasagneplatten einlegen (Ecken abknabbern). Im Wechsel nun Tomatensauce, Spinat und Soja-Hackfleisch zwischen die neuen Schichten der Platten einlegen. Soja-Käse kann auf die oberste Schicht gegebenwerden, falls nicht, sollte die oberste Schicht Lasagne-Platen am Ende entfernt werden, da diese sehr “knusprig” wird. Das ganze dann im vorgeheizten Ofen (180°C) für 30 – 40 Minuten überbacken. Immer mal wieder mit dem Messer vorsichtig reinstechen, um die weitere Garzeit festzustellen.

Sexy Beast

ImageS E X Y – B E A S T

Gal ist ehemaliger Gangster und macht sich gerade mit dem bisschen Kohle, was er durch Raubzüge in London erwirtschaftete, ein schönes Leben in Spanien. Es ist kein Milliardenvermögen, aber es reicht für eine schöne Villa, ein sorgenfreies Leben und eine sexy Frau. Eines Tages überbringt sein mit ihm auf Spanien residierender Kumpel eine schlechte Nachricht. Don Logan (Ben Kingsley) will, dass Gal noch einmal für einen Job nach London kommt. Der hat darauf so gar keinen Bock und ist ja eigentlich auch retired, aber das Problem ist, dass man zu Don Logan besser nicht nein sagt…

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Ah Ben Kingsley at its best. Wie der in dem Film versucht, Gal zu überreden, muss man gesehen und gehört haben. Es werden sich euch neue Horizonte auftun und sich euer Schimpfwortsprachschatz erweitern. Ben Kingsley liefert hier imho seine beste Bösewicht-Show ab. Ohne großartige physikalische Einschüchterungsmöglichkeiten macht Don Logan einem durch seine Unberechenbarkeit trotzdem Angst. Und ein Nein will er einfach nicht akzeptieren und discussed alles und jeden in Grund und Boden. Es ist auch viel Psychologie im Spiel und so ist Sexy Beast eigentlich fast kein richtiger Gangsterfilm, sondern viel eher ein Psychothriller.

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Wundervoll gefilmt von Werbefilmer Jonathan Glazer, der sich angenehm zurückhielt und nicht einen langen, weirden Werbespot filmte, sondern die Hitze Spaniens und die Nässe Londons in wundervolle Bilder packte mit genug Rafinesse für den Aha-Effekt, aber ohne zu wild zu wirken. Tagsüber gibt’s die ein oder andere Totale mit Gals sexy Körper und abends dann oft ziemlich fettes Bokeh. :pen: Muss man imho gesehen haben, zumal er mit seinen 88 Minuten auch zackig, knackig kurz ist und schon allein Ben Kingsleys Performance ein Grund ist, sich die DVD zu buyen.

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