Caravan Of Courage – An Ewok Adventure

ImageCaravan Of Courage – An Ewok Adventure
aka Karavane der Tapferen.
Das Raumschiff der Towani Familie musste auf Endor notlanden. Bei der Notlandung verlieren die Kinder Mace und Cindel ihre beiden Eltern und machen sich fortan auf die Suche nach ihnen. Dabei geraten sie in die Fänge der bösartigen Ewoks, die sie fesseln und tagtäglich misshandeln und vergewaltigen. Naja fast. Eigentlich gar nicht. Sie sind eher total cute und cuddly und obwohl Mace voll das Arschlochkind ist, werden sie Freunde und helfen den zwei Kindern, ihre Eltern zu finden.

Ja die Ewoks. Von so manchem gehasst und von vielen gemocht, haben sie immerhin noch etwas Streetcred, was man von Jar Jar Binks nicht behaupten kann, den einfach jeder hasst. Der Ewok Film wurde für das amerikanische TV produziert (geil, 4:3!) und kam eigentlich nur in Europa in die Kinos, wo er teilweise als Star Wars Nachfolger promoted wurde. Er handelt zwar im Star Wars Universum, irgendwo zwischen Episode V und VI, hat auch die Ewoks als Akteure, aber so richtig Star Wars ist das alles nicht. Viel mehr Fantasy und auch eher mittelmäßige Sonntagsnachmittagsfantasy noch dazu. Die Creatureeffekte sind ganz ok, aber weit hinter den Standards der Star Wars Filme. Einzig die Matte Paintings und Ewoks in ihren Fellkostümen und ihrer geilen Sprache können punkten. Dazwischen gibt’s immer mal wieder total billige Creatureeffects wie die Spinne in Gorax’ Festung (Baha ey.) oder auch ganz annehmbare von Hand animierte Effekte wie die herumfliegenden Glühwürmchen.
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Tjo, der Rest ist Langeweile pur. Mace und Cindel suchen ihre Eltern, aber bevor sie das tun, muss Cindel erst einmal gesund werden. Das geht natürlich nur im Ewok Dorf, wo es Medizin gibt. Diese ist aber bald alle und so sucht Mace erst einmal neue. Auf dem Weg gibt’s random Miniquests. Dann schlafen sie erneut eine Nacht im Ewok Dorf und am nächsten Tag hauen sie einfach ab. Irgendwie vergehen hier schon ca. 45 Minuten, bis überhaupt einmal ein Ziel erkennbar wird. Klar, von Anfang an wissen wir, dass sie ihre Eltern finden müssen und wollen, aber wie sie das anstellen wollen und wie das nun passieren könnte, das wird nicht so richtig klar. Dann legt die Karavane irgendwann sogar los aber leider bleibt der Film total langweilig und natürlich auch vorhersehbar. Klar, ist ja auch eher an ein kindliches Publikum gerichtet, aber wenn George Lucas hier selbst mitproduziert, hätte man ruhig etwas mehr erwarten können. Huch? Witzigerweise sind immer die Filme von George Lucas scheiße, bei denen er die komplette Kontrolle behält. Lul, was für ein Zufall.
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Witzig fand ich, wie mir eine Szene aus dem Film sehr im Gedächtnis blieb, ich sie aber bis heute verdrängte. Auf dem Weg zu Gorax Festung macht die Karavane irgendwann halt und Mace will an einem random Teich das Wasser anfassen (xD?). Sobald er dies tut, macht es *blink* und er verschwindet unter die Wasseroberfläche, wo er – wie unter einer dicken Eisschicht – nicht mehr heraus kommt. Irgendwie machte mir das damals unheimlich schiss und auch heute ist die Szene irgendwie sick. xD

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The Royal Tenenbaums

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THE ROYAL TENENBAUMS

Die Tenenbaums haben ein großes Haus, viel Geld und drei Kinder. Zusammen mit Etheline zeugte Royal Tenenbaum 3 abgefahrene Kinder, die sich als recht erfolgreich erweisen. Der eine kann gut mit Zahlen umgehen, der andere wird Tennisprofi und die dritte im Bunde schreibt ihr erstes Theaterstück mit 9 Jahren. Aber die heile Welt ist nicht so perfekt. Der Vater haut irgendwann ab und lebt im Hotel und die Mutter zieht die Kinder weiter alleine groß. Die Familie zerstreut sich irgendwann und der Kontakt flacht ein wenig ab. Nach 7 Jahren wird Royal aus dem Hotel geworfen, in welchem er lebt und muss sich nun etwas einfallen lassen. Ihm kommt die geniale Idee eine Krebserkrankung vorzutäuschen, um wieder bei seiner Familie zu sein. Es versammelt sich nach 7 Jahren die komplette Tenenbaumfamilie wieder in ihrem alten Haus. Chaos ensues, lul.

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Ja, ich glaube ich bin nun ein Fan Wes Andersons. Die Royal Tenenbaums haben mir mit ihrer verschrobenen, verrückten, abgefuckten und doch liebenswerten Art sehr gefallen. Jeder einzelne Charakter – und sei es nur der Butler, der im ganzen Film nur ein paar Worte spricht – ist erinnerungswürdig und es fällt einem leicht, sie alle zu unterscheiden, sie lieb zu gewinnen und mit ihnen mit zu lachen oder zu weinen. Dabei gibt’s mal wieder die Wes Anderson typische Mixtur aus Tragik und Komödie, die wirklich perfekt ausbalanciert ist. Wes Anderson schafft es eine nicht zu verachtende Tragik in seine Filme einzubauen, ohne dass einem die Lust auf die Komödie vergeht und man den Film mit einem Kloß im Hals oder sogar gemixten Gefühlen abschließt. Alles wirkt super homogen ja fast… realistisch. So bescheuert die Situationen und Charaktere auch sind, irgendwie wirkt es alles noch realistisch, so dass man sich natürlich direkt gut damit identifizieren kann.

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Die Schauspieler sind sowieso top. Bill Murray, Gwyneth Paltrow, Ben Stiller, Gene Hackman, Danny Glover, etc. Klar, dass die alle klasse sind, aber irgendwie schafft es Wes Anders, sie noch etwas anders zu zeigen. Ben Stiller zieht man erfreulich wenig grimassen und hat eigentlich fast den ernstesten Part im Film während mir Gwyneth Paltrow zum ersten mal überhaupt gefällt. Mit ihren dunkel geschminkten Augen sieht sie im Film wirklich hervorragend nuttig und abgefuckt aus. Klasse.

Ansonsten weiß ich gar nicht großartig, was ich über den Film schreiben soll. Storymäßig geht’s eigentlich nur um eine verrückte Familie. Könnte langweilig sein, ist es aber dank der Charaktere absolut nicht. Dazu kommt der immer passende Soundtrack und eine tolle Kameraarbeit. Witzigerweise fand ich “The Darjeeling Limited” ein klein wenig besser. Kann schwer sagen warum…

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Pandorum

PANDORUM

Die Erde im Jahr 2173. Die Weltbevölkerung hat ein erschreckendes Ausmaß angenommen. Die Erde wird uns schlicht und ergreifend zu klein. Gut, dass man mittlerweile aber einen erdähnlichen Planeten entdeckt hat. Talis. Es wird zum Zwecke der Bevölkerung des Planeten ein riesiges Raumschiff – die Elysium – zusammen gebastelt, welches ca. 60.000 Menschen zu Talis bringen soll. Als die Mitglieder der Flugmannschaft Bower (Ben Foster) und Payton (Dennis Quaid) aus ihrem künstlichen Winterschlaf erwachen, müssen sie feststellen, dass auf dem Schiff etwas nicht stimmt. Wo ist die Mannschaft? Wie lange haben sie geschlafen? Woher kommen sie?

Gute Science-Fiction Filme gibt’s ja wirklich nicht alle Tage. Es passiert nur alle Jahre, dass sich mal überhaupt jemand an einen Science-Fiction Film – im klassischen Sinne – wagt und der dann auch noch gut ist. Das letzte mal war es Sunshine von Danny Boyle und wird es auch noch eine Weile bleiben. Pandorum kann da nicht mithalten.

Wir beginnen den Film mit dem Erwachen der zwei Crewmitglieder und fühlen uns anfangs genauso irritiert, verloren und ängstlich, wie sie selbst. Was machen sie auf dem Schiff? Was ist die Mission? Wieso wachen sie schon auf? Wie lange haben sie geschlafen und warum ist niemand mehr an Board? Das ist alles ein klein wenig spannend und die beklemmende Atmosphäre an Board des Schiffes trägt ihren Teil dazu bei. Alien lässt grüßen. Fast wäre Pandorum ein spannender Science-Fiction Film geworden, aber dann… dann kommen leider die Mutanten. Aus irgendeinem Grund, der einem in dem Moment dann auch scheißegal ist, sind Mutanten an Board des Schiffes gelangt, die natürlich nun auf Menschenjagd gehen. Sie haben ja eh nix anderes vor gerade. So wird aus dem anfänglich interessanten, weil mysteriösen Pandorum ein langweiliger, altbackender Slasher / Run’n'Chase Film. Das braucht nun wirklich kein Mensch.

Dazu kommt die namensgebende Krankheit Pandorum, die gegen Ende des Filmes eher verwirrt, als ihn spannend macht. Payton und Bowers scheinen beide darunter zu leiden und nicht immer ist klar, ob das nun so ist, oder nicht. Dafür, dass der ganze Filme den Namen der Krankheit trägt, wird diese aber ziemlich stiefmütterlich behandelt. Es werden kurz die Symptome aufgezählt, dann sieht man “Aha! Der ist doch krank!” und das war’s. Hätte man den Film mal lieber “Mutant X” genannt.

Aber halt. Was ist denn jetzt auf einmal los? Ganz und ich meine wirklich ganz zum Schluss hat der Film noch einen Twist auf Lager, der einen fast sogar überraschen kann. Einen Dreh in der Geschichte, welchen die ganze Stunde vorher so sinnlos erscheinen lässt und Lust auf mehr macht, aber der Film ist schon zuende? Warum? Man ahnt irgendwie, dass tieeef unter der Oberfläche der Story noch viel mehr rauszuholen gewesen wäre, aber es passiert einfach nicht und wird in den letzten 5 Minuten angedeutet. Einfach nur schade, schade, schade.

Witzig fand ich noch, dass der Film wohl eine Deutsch / Amerikanische Koproduktion ist. Das fiel mir auf, als ich Wotan Wilke Möhring als Bowers Vater im Film entdeckte. Und am Schluss bei den Credits – welche übrigens ziemlich geil mit tollen Schwenks über die wirklich wundervollen Sets unterlegt sind – stehen überhaupt lauter deutsche Namen. Und der deutsche Filmförderungsbund teilfinanzierte den Film wohl. Das ist gut. Besser als random Nazifilme.

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A Scanner Darkly

A Scanner Darkly

Amerika in naher Zukunft. Bob Arctor ist verdeckter Ermittler bei der Drogenfahndung der Polizei von Orange County. Er trägt auf Arbeit einen Scramble Anzug, der ihn unkenntlich macht und seine wahre Identität geheim hält. Eines Tages bekommt er den Auftrag einen Bob Arctor zu überwachen. Sich selbst. Durch seine investigative Arbeit im Drogenmileu kam er selbst in Kontakt mit der Droge Substance D und ist seither abhängig. Als er sich selbst überwachen soll, kann er Realität und Einbildung nicht mehr außeinander halten.

Irgendwie so ging die Story. Man bekommt das nicht ganz so gut mit, weil der Film eher nicht so der Bringer ist. A Scanner Darkly basiert auf einer Geschichte von Philip K. Dick, dessen Geschichten ja schon oft gute Filme hervorgebracht haben… aber hier halt nicht so. -_-; Der Film kommt irgendwie kaum in die Gänge, was einerseits schade, aber andererseits auch seine Rettung ist. Denn die erste Hälfte des Filmes konzentriert sich fast ausschließlich auf Bob Arctor und die drei Mitbewohner, mit denen er in einem heruntergekommenen Haus wohnt und die allesamt Drogenabhängig sind. Die Droge scheint die Gehirnhälften ziemlich kaputt zu machen und so kommt es zu teilweise witzigen und abgefahrenen Dialogen. Dass Robert Downey Jr. so genial spielt und teilweise total abdreht, hebt die Stimmung beim Publikum. Fast könnte man meinen, es hier mit einem witzigen Drogenfilm zu tun zu haben. Woody Harrelson unterstreicht den Eindruck gekonnter weise.

Aber leider will der Film dann doch mehr sein. Eine düstere Ausmalung unserer Zukunft, die uns vermutlich auch wirklich bevorsteht. Das alles kommt aber leider ziemlich wirr und teilweise gar nicht rüber. Bis man mal checkt, was so grob vor sich geht, ist der Film fast auch schon zuende und “überrascht” mit einem Twist, der irgendwie seine Wirkung verfehlt und unnötige Fragen aufwirft. Hier hat es den Anschein, als hätte man Philip K. Dicks Geschichte nicht ganz so gut rüber gebracht. Ich selbst hab’ sie allerdings nicht gelesen und kann mir von daher kein Urteil darüber bilden.

Die Optik des Filmes jedoch… die sah ich. Und die sieht auch wirklich gut aus. Stellenweise etwas weird (der Scramble Anzug ist z. B. bisschen lame), aber an anderen Stellen dann wirklich einsame Spitze. Richtig klasse wird das Rotoscoping, wenn man Nahaufnahmen von Gesichtern der Darsteller sieht. Kurzum, er sieht wirklich hervorragend aus. Es bleibt aber fraglich, ob ein derart auffallender Effekt wirklich nötig war. Die paar “Special Effects”, die man im Film sieht hätten mit althergebrachten Methoden auch realisiert werden können. Mir scheint, als wäre hier der Wunsch nach einem Rotoscopefilm zuerst gewesen und die Idee eine Philip K. Dick Story zu verfilmen, erst im Nachhinein entstanden.

Den dritten Pen kriegt er wirklich nur wegen Robert Downey Jr. und den weirden Dialogen.

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The Darjeeling Limited

The Darjeeling Limited

Francis (Owen Wilson) lädt seine zwei Brüder Peter (Adrien Brody) und Jack (Jason Schwartzman) zu einer Tour durch Indien ein, auf welcher sich die drei wieder besser kennenlernen sollen. Seit der Beerdigung ihres Vaters haben sie sich nicht mehr gesehen. Wo genau es hingeht, weiß eigentlich nur Francis und der wollte das eigentlich erst verraten, wenn sie angekommen sind. Typisch für Francis, schon wieder versucht er alles unter Kontrolle zu haben. Er bestellt für die zwei Brüder das Essen mit, behält ihre Ausweise ein und hat den ganzen Ablauf minutiös durchgeplant. Aber schon nach kurzer Zeit tauchen wieder alte Probleme auf und der spirituelle Trip scheint zum Scheitern verurteilt.

Ihr müsst mal nach Wes Anderson googlen. Er ist Regisseur dieses Filmes und sieht aus, wie ein Volltrottel. Witzig, dass er das Filmemachen aber ziemlich drauf hat. The Darjeeling Limited ist eine Art Tragikkomödie, die sich fast ausschließlich im Innern eines Zuges abspielt und von den drei Brüdern handelt, die sich auf einem spirituellen Trip durch Indien wieder besser kennenlernen wollen. Und es ist einfach herrlich den dreien dabei zu zusehen. Was an diesem Film witzig ist, sind nicht Slapstickmomente oder abgedroschene Gassenhauer, nein hier sind es die Charaktere mit ihren Ecken, Kanten und Macken. Wes Anderson hat definitiv ein Händchen für Charaktere und bei The Darjeeling Limited stellt er das abermal auf eine sehr symphatische Art und Weise unter Beweis. Dabei schafft es Wes Anders auch, etwas Drama und ernste Momente (bzw. einen sehr ernsten) unterzubringen, ohne dass er auch nur ansatzweise deplaziert wirkt (Es ist immerhin eine Komödie) oder mich störte. Viele versuchten das schon und oft klappt diese Mischung aus Comedy und Tragik bei mir nicht so richtig. Hier jedoch schon.

Aber nicht nur das. The Darjeeling Limited sieht auch ziemlich geil aus. Ich weiß gerade nicht, wer der Kameramann war, aber er hat hier tolle Arbeit geleistet. Überwiegend im dunklen Gelb der untergehenden Sonne Indiens gehalten besticht der Film durch bunte, detaillierte und dabei abgenutzte Sets und wunderschöne Landschaften. Die Aufnahmen im Zug sind einfach fantastisch und das nicht nur optisch. Die 60er Jahre Musik rundet das ganze dann ab und lässt den Film wie eine Art Foto mit Tiefenunschärfe auf alt getrimmt aussehen.

Muss man gesehen haben, wenn man auf quirlige, abgedrehte Charaktere und die daraus resultierenden Situationen steht. Bill Murray spielt übrigens auch mit allerdings nur in einer sehr kleinen Nebenrolle. Bill Murray Fans sollten sich obendrein Die Tiefseetaucher anschauen.

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The Last Starfighter

THE LAST STARFIGHTER

Alex Rogen lebt in einem Trailer Park irgendwo in Amerika. Er repariert Antennen für seine Nachbarn, hilft seiner Mutter im Haushalt und hat überhaupt ein beschissenes Leben. Trailer Parks sind nicht gerade bekannt für Aufstiegschancen und zu allem Überfluss wird sein Stipendium auch noch abgelehnt und Alex sieht sich schon mit den Nachbarlosern auf ein College gehen. Scheiße, hier! Witzigerweise gibt es aber in einem Café im Trailer Park (?) einen Arcadeautomaten (?) mit übelst fetter 3D Grafik (?). Alex zockt da dran ziemlich gerne und bricht eines Tages den Rekord und spielt es durch. Was er nicht ahnt: Das Spiel ist eigentlich ein Eignungstest für die Star League, die – man ahnt es schon – in Schwierigkeiten steckt und das Videospiel zur Rekrutierung von neuen Starfightern benutzt hat. America’s Army lässt grüßen!

The Last Starfighter ist ein Film, den ich noch nie in meinem Leben gesehen habe. Ich habe bisher auch gar nicht bis ziemlich selten davon gehört und wundere mich, warum er zumindest damals nicht öfter im TV lief? Schon in den ersten Minuten hatte ich das Gefühl einen dieser “guten alten” Filme zu sehen. “Gute alte” Filme sind Filme wie “Nummer 5 Lebt” oder “Die Goonies”. Man sah sie damals, fand sie toll und heutzutage wirken sie ein wenig cheezy, können aber noch locker überzeugen. Angeblich war der Film ja auch in Amerika ein relativ guter Erfolg. Woran liegt es also, dass ich ihn nie sah?

Mir egal, nun tat ich es endlich. Und ich fand ihn ganz gut. Wie gesagt hat er ASAP diesen 80s “Kinderfilm”-Charme welcher den Zuschauer gleich mal positiv stimmt auf alles, was da noch kommen möge und sei es auch noch so cheezy (das Ende ey xD). Gleich zu Anfang fallen einem natürlich die CGI Effekte auf, die… voll nice aussehen? Wtf ist da los, der Film ist von 1984, benutzte als einer der ersten Filme exzessiv (ca. 20 Minuten!) CGI Animationen und dann sehen sie sogar noch relativ cool aus? Wirklich hervorragende Leistungen. Altersbedingt wirken die Kämpfe im Weltall natürlich etwas “steif” aber ich komm immer noch nicht darüber hinweg, wie toll das Hero Schiff die “Stargun” aussieht. Faszinierend. Ich würde mir gerne einmal die Blu-ray davon anschauen. Auch sehr positiv fiel mir auf, wie homogen sich die CGIs in den Rest des Filmes einfügten. Da gab’s nicht einfach Cuts und dann sah man 2 Sekunden CGI und dann wieder Cut und Realfilm, nein, die CGIs sind fast überall und oft dezent im Hintergrund. Hervorragend.

“It’ll be a SLAUGHTER!”
- “That’s the Spirit!”
“No! I mean MY slaughter!”

Die Story ansich ist natürlich ziemlich basic und wartet auch fast mit keinen Überraschungen auf, aber dafür gibt es eine Art Subplot mit einem Doppelgänger, der gar nicht so unlustig ist und immerhin die etwas ereignislosen Spaceszenen etwas auflockert. Die Schauspieler tun auch ihr bestes, den Film so gut wie möglich aussehen zu lassen und gerade der Hauptdarsteller ist ziemlich in Ordnung und wird nur noch von seinem kleinen Bruder oder dem Cafébetreiber übertroffen.

Ich kann echt nicht viel meckern, ausser evtl. dass ein paar der Außerirdischen etwas zu komisch aussahen und der Plot natürlich sehr vorhersehbar ist. Aber dennoch, es punkten die geilen CGIs und der 80s Charme! Geil.

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Universal Soldier – Regeneration

Been over this all before…”

UNIVERSAL SOLDIER : REGENERATION

Eine Terroristengruppe besitzt den Chernobyl-Reaktor und droht damit, mal wieder alles radioaktiv zu verseuchen, wenn nicht eine Reihe politischer Häftlinge freigelassen wird. Zusätzlich werden noch die Kinder des russischen Präsidenten gekidnappt. Und als wäre das noch nicht genug, haben die Terroristen auch noch eine geheime Waffe des US-Militärs in ihrer Macht: einen Universal Soldier neuester Generation (MMA-Abrissbirne Andrej “The Pitbull” Arlovski). Oh weh! Da muss nun das US-Militär eingreifen und alles wieder ins rechte Lot bringen. Doch wirklich helfen kann nur die Reaktivierung eines weiteren Universal Soldiers, Luc Deveraux (Jean-Claude Van Damme).

Ich bin, wie ihr meinen zahllosen Filmreviews entnehmen könnt, ein Filmgucker, der wirklich unheimlich tolerant ist und allen Anspruchsstufen etwas abgewinnen kann. Dazu gehören dann hier und da auch durchaus die in schlanken Budgets produzierten direct-to-video-Actiongurken von Herren wie Jean-Claude Van Damme und Dolph Lundgren. Niemals würde ich jedoch auf die Idee kommen, zu diesen Filmen Reviews zu schreiben: die sind nämlich oft unterhaltsam, aber sonst auch nicht weiter der Rede wert.

Bei Universal Soldier: Regeneration ist das aber nun anders. Warum? Ein direct-to-video Sequel einer Filmreihe, dessen fragwürdiger Ruf durch das Emmerich’sche, käsige Original schon von Anfang an in Zweifel gezogen werden konnte. Was kann daran schon gut sein?

Ganz einfach: Regeneration ist das seltene Beispiel eines abseits des großen Studiosystems produzierten Genrefilms, der sich so vehement gegen die ätzenden Mainstream-Anbiederungen neuerer Hollywood-Actionfilme stemmt (man denke nur an Stirb Langsam 4.0), dass dabei etwas erfrischend anderes und – im Vergleich zu der sonst auf DVD landenden Actiongülle – handwerklich beachtliches herausgekommen ist. Die Gründe dafür sind eigentlich überraschend einfach und fast wie auf einer Checkliste ablesbar.

Der erste Grund, warum dieser Film der vermutlich beste Actionfilm der letzten 12 Monate ist? Regisseur John Hyams. Sohn von Peter Hyams, der sich schon seit Jahrzehnten für Hollywood-B-Ware wie 2010 und Das Relikt verantwortlich zeichnet. Papa Hyams bedient in diesem Film auch gleich die Kamera, und das könnte auch schon DER Unterschied sein. Regeneration bietet fantastische Actionszenen, vor allem in den ersten 15 und in den letzten 30 Minuten. Besonders in jenem dreißigminütigen Finale lässt das Familienduo derart grimmige und doch exzellent inszenierte Action vom Stapel, dass man meinen könnte, Stallone hätte aus Langeweile ein weiteres steinaltes Action-Franchise wiederbelebt. Realistische und heftige Nahkämpfe, die bisweilen an Dog Bite Dog erinnern und blutige, aufwändig choreographierte Schusswechsel, genüsslich in ewig langen Takes zelebriert. Wer bei den zerschnittenen Wackelorgien von Bourne schon immer das Kotzen gekriegt hat, ist hier genau richtig. Sowas gibt’s ansonsten allenfalls in Hongkong zu sehen. Peter Hyams fängt das ganze dann noch in einer wunderbar apokalyptischen Children of Men-Ästhetik ein; dazu dann ein Carpenter-mäßiger, pechschwarzer Synth-Score: Aspekte, die mich manchmal vergessen ließen, dass ich hier den in Osteuropa gedrehten DTV-Nachfolger eines schon immer zweitklassigen Actionfilms sah.

Ein weiterer Grund für den Erfolg des Films ist in den Schauspielern zu finden. Arlovski als “neuer” Universal Soldier geht in Ordnung, hat aber einfach längst nicht die Präsenz eines Van Damme. Der konnte ja schon unlängst in JCVD beweisen, dass er schauspielerisch tatsächlich auch was auf dem Kasten hat. Hier führt er diesen positiven Eindruck weiter fort, vor allem im Austausch mit Rivale Lundgren. Ich habe den Originalfilm längst nicht mehr in Erinnerung, aber scheinbar ist dieses Wiederaufeinandertreffen der beiden eine große Sache. Dankbarerweise verzichtet Hyams auf unnötige Exposition und lässt einfach nur die Bilder sprechen. Van Damme’s Gesicht eignet sich unheimlich für diesen Charakter, drückt eine müde Melancholie aus, die eindringlicher ist, als jede minutenlange Dialogszene. Diese beiden Charaktere wissen schon längst nicht mehr, warum sie eigentlich gegeneinander kämpfen. Sie müssen es eben.

…was nicht heißen soll, dass man Regeneration für die Story schaut. Baha? Die ist natürlich völlig bescheuert. Eigentlich ist ja die ganze Prämisse beknackt. In diesem Kontext scheint die Fähigkeit Hyams’, daraus einen minimalistischen, düsteren Genrefilm zu machen, welcher die großbudgetierte Actionkonkurrenz aus Hollywood hinter sich lässt, um so eindrucksvoller. Der ganz große Wurf ist das nun noch nicht, denn leider haben Van Damme und Lundgren zu wenig Screentime – der Film lässt vor allem im Mittelteil nach – und die bulgarischen Lagerhallen führen einem das Budget dann doch hier und da einen Tick zu oft vor Augen. Sicherlich kein Film für jedermann, aber wer sich darauf einlässt, könnte positiv überrascht werden.

(Crappiger) Trailer

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Outland

OUTLAND

Sean Connery ist ein random neuer Marshall auf dem Mond IO. Dort wird Titanium in einer riesigen Miene abgebaut. Als der Marshall von der relativ hohen Selbstmordrate auf der Miene erfährt, wundert er sich, warum das so ist. Und beginnt sogleich mit der Investigation.



Tjopes. Witzigerweise weiß der Zuschauer noch vor Sean Connery, was Sache ist. Das wäre ja noch zu verkraften, aber leider sind erst 20 Minuten des Filmes herum?! Was ist also mit dem Rest? Richtig, nichts. Wir sehen Sean Connery nur noch zu, wie er das herausfindet, was wir sowieso schon wissen und am Schluss gibt’s noch einen komischen Showdown, der aufgebauscht wird ohne Ende, aber leider dann doch ziemlich lächerlich ist.

Die Sets in Outland sehen wirklich toll aus, aber leider versagen die Außenaufnahmen der Miene ein wenig. Einzig und allein das Landeshuttle kann vollends überzeugen. Kein Wunder, wurde es doch von Martin Bower gebaut, der schon die Narcissus (das Escape Shuttle) für Alien und viele andere bekannte Filmmodelle baute.

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River Patrol

River Patrol
PC-6001 / 1982 / KIO & IGC

1982 erschien über das MYCOM BASIC Magazin das Spiel River Patrol von KIO und IGC (wer auch immer das ist) als Basic Listing. Der Spieler steuert dabei im Ascii Modus ein Boot, welches als V dargestellt ist, und rettet arme ins Wasser gefallene Menschen, wovon es scheinbar mehr als genug gibt. Zusätzlich muss man zahlreichen Hindernissen ausweichen.

Grafik:
Leider wohl eher Zweckmäßig, aber zu der Zeit gab es im Basic Bereich widerrum nichts anderes ~_°?

Sound:
Der Sound präsentiert sich in Form von 2 Melodien sowie eher nüchternen Sound Effekten, die sich je nachdem unterscheiden ob man nun nach Links oder nach Rechts lenkt. Prima.

Gameplay:
Etwas verwirrend ist, dass das Game zeilenweise von oben nach unten scrolled und das Schiff sich lediglich bewegen lässt, wenn eine Zeile gesprungen wird. Da muss man das Ganze schon etwas timen, vorallem bei den vielen Hindernissen denen man später ausweichen muss.
Die Levels werden zufällig generiert, was ich mal als Pluspunkt werte. Ein Ende gibt es wohl keins, aber immerhin einen vorgegebenen High-Score, den man knacken kann. Geil!

2 Penen weil dann doch eher Mediocre und … tjo !?!?!? guckt doch die Screen bitte xd.
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Fanboys

Fanboys | Kyle Newman | USA 2009

Eric trifft auf einer Halloweenparty seine alten Schulkameraden Hutch, Windows und Linus wieder. Er sah sie schon 3 Jahre nicht mehr, aber sie sind immer noch die gleichen nerdigen Star Wars Fans wie früher. Ganz im Gegenteil zu Eric, der recht erfolgreich im Gebrauchtwagenhandel seines Vaters arbeitet und nun Schlips und Krawatte trägt. Er kann nicht fassen, dass Hutch, Windows und Linus immer noch so auf Star Wars abgehen und einfach nicht erwachsen werden. Am Tag darauf besuchen Hutch und Windows Eric im Geschäft und eröffnen ihn, dass Linus an Krebs erkrankt ist und kaum mehr die 6 Monate bis zum Release von Episode I durchhält. Eric macht sich so seine Gedanken darüber und gräbt einen uralten Plan aus, den die vier als 5-jährige geschmiedet hatten. Sie wollten quer durch Amerika zur Skywalker Ranch fahren. Und da der Rough Cut von Episode I eh fertig sein müsste, wollen sie diesen gleich stehlen und für immer berühmt werden…

„Hey guys, what if the movie sucks?“

Fanboys ist eine Hommage an Star Wars und im Gegensatz zu Spaceballs keine Hommage in Form einer Parodie sondern in Form eines Roadmovies. Aus der Sicht von Star Wars Fanboys. Das könnte für andere Star Wars Fans durchaus interessant sein, schließt aber sogleich alle anderen Zuschauer aus. Star Trek Fans werden den Film kaum sehen, da er Star Wars nicht “verarscht” und normale Leute, die mit Star Wars nichts anfangen können, werden ihn sowieso meiden. Bei Filmen wie Galaxy Quest und Space Balls können immerhin beide Lager zuschauen. Star Wars, sowie Star Trek Fans.

Leider ist Fanboys dann aber doch nur ein mittelmäßiger und klischeebeladener Roadmovie, der nur durch die eingestreuten Star Wars Zitate und / oder Cameos diverser Star Wars Schauspieler etwas interessanter wird. Der Rest ist leider ziemlich uninteressant. Die Jungs fahren quer durch Amerika, geraten ausversehen in eine Schwulenbar, pinkeln an elektrische Zäune und mischen eine Star Trek Convention auf. Irgendwie kennt man das alles schon. Die Witze reichen hierbei von ganz ok bis schlichtweg pubertär (Hutch “humped” fast alles und jeden in der ersten Hälfte des Filmes) und nicht einmal die Star War bezogenen Witze können so richtig zünden. Das einzige “Highlight”; der Streit zwischen und Eric und Linus, ob Luke etwas für Leia empfand oder nicht, woraufhin Linus wütend wegfährt mit den Worten “They were siblings you sick fucks!”. Am Schluss wird’s dann sogar regelrecht weird und Slapstickhaft, da wünscht man sich nur noch, dass es bald vorbei ist.

Die wirklich Interessanten Dinge an der Story werden leider völlig ignoriert. Linus Krebserkrankung wird gerade drei mal im Film angeschnitten und dient anscheinend nur als allesumfassende Entschuldiung um den Quatsch, den die vier zusammen anstellen, weiter zumachen. Es wird kaum gezeigt oder erklärt, wie sich die Jungs dabei fühlen, etc. Auch Eric, der selbst sagt, er sei nun erwachsen hätte etwas mehr beleuchtet werden können. Wie ist nun seine Beziehung zu Star Wars? War das für ihn nur Kindheit, oder entdeckte er seine Leidenschaft für Star Wars wieder?

Die interessanteste Frage jedoch, wird nur kurz am Schluss angerissen. “Hey guys, what if the movie sucks?”. Schon fast am Anfang vom Film überlog ich mir das gleiche. Was ist, wenn sie quer durch Amerika fahren, sich total freuen, wie bekloppt und der Film dann totale Scheiße ist? Das zu beobachten, wäre durchaus interessant gewesen finde ich. Aber gut, immerhin schaute George Lucas über den Film drüber und der Regisseur wollte wohl auch einen guten Eindruck machen. Immerhin schaffte es die Frage überhaupt noch in den Film, hätte ich ja fast gar nicht mehr erwartet.

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