Mountain Of Faith

Vor einiger Zeit gab es schon die Demo, nun auf dem Comiket erschien einfach das neueste Game von Zun, dem netten Herrn hinter der Touhou Serie. Darum also nun einfach geil kleines Review von der Demo \o_O/

「東方風神録」
Mountain of Faith。
(Shanghai Alice // 2007 Summer Comiket // IBM-PC // Demo Ver.)


Wenn man die Vorgänger kennt, weiss man auch gleich was Sache ist hier. Zuerst wählen wir zwischen 2 Charakteren und dann zwischen 3 verschiedenen “Options”, oder wie auch immer die hier heissen, und dann gehts auf ins erste von drei Leveln in der Demo.

Auffallend ist der schon starke Schwierigkeitsgrad. Bin ich früher auf Hard noch irgendwie klargekommen, musste ich das hier erstmal auf Easy spielen, bei Normal war irgendwann beim Level 2 Boss schluss, inkl. Continues Sad Vielleicht brauch ich aber auch einfach erstmal wieder etwas übung ~_?


Grafisch und Soundtechnisch bewegt sich das Spiel wieder in bekannten Welten. Alles ist natürlich neu aber auch im gleichen Stil der Vorgänger. Was ja nicht verkehrt ist weil die Touhou Games einfach alle geil sind Pen


Tjo sonst, es gibt ein paar Neuerungen hier und da, z.b. kann man nichtmehr Gracen. Ansonsten alles beim alten und selbstverständlich:

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Monster Hunter


Alles in Monster Hunter ist etwas größer. Etwas….

MONSTER HUNTER | PS2, CAPCOM, 2004

Ach, was war ich geil auf das Spiel, nachdem ich die ersten TGS und E3-Trailer sah. Ich konnte es garnicht abwarten, der erste zu sein, der damit online geht. Natürlich machten mir die verfickten DNAS-Checks (DANKE, SONY!) bei der JP- und der US-Version einen Strich durch die Rechnung und so musste ich also knapp ein Jahr auf die PAL-Version (27. Mai 2005) warten. Aber das Warten lohnte sich. Denn ich hatte Zeit zu üben. Was nötig ist, denn Monster Hunter ist schwer. Sehr schwer. Dieses Review schreibe ich auch nur deswegen, weil es mir endlich gelungen ist die erste, große Wyvern zu töten. Nimmt man das Erscheinungsdatum zur Hand, brauchte ich also knapp zwei Jahre. Und die Wyvern ist die erste von vielen. Und ja, ich sucke. Haltet die Fresse.


Links: Auch die Waffen sind etwas größer. | Rechts: Eine schlafende Wyvern.

Das Gameplay ist relativ simpel. Das Spiel ist in Missionen unterteilt, für die man unterschiedlich viel Zeit hat, sie erfolgreich zu beenden. In den frühen Missionen beschränkt sich die Aufgabe des Spielers auf Sammeln von verschiedenen Items (Fleisch, Heilkräuter, Fische), die in den einzelnen Arealen zu finden sind. Mit dem Anstieg der Queststufen (fünf an der Zahl), die gleichzeitig den Schwierigkeitsgrad angeben, werden die Aufträge unterschiedlicher. Töte Raptoren, Töte Drachen, bring Leber von Drachen, etc. Man kennt diese Art Quests aus MMORPGs. Auch die Welt selbst ist nur in verschiedene Areale (Forest&Hills, Jungle, Desert, Swamp, Volcano) unterteilt, die man auch nur betreten kann, wenn man eine Quest angenommen hat, die in diesem Areal spielt. Es ist also keine zusammenhängende Welt, die man frei betreten kann, was einigen Leuten ziemlich sauer aufgestoßen ist aber ich hab damit kein Problem, ganz im Gegenteil. Es erinnert mich eher an glorreiche PSO-Zeiten zurück. Ach ja… PSO…..


Die Rüstungdesigns sehen tatsächlich Ingame auch so hurendick aus.

Das ganze ist ziemlich Grind-lastig und beschränkt sich wie gesagt auch nur auf Jagen und Sammeln, wofür man schon ein Faible haben muss, sonst wird es sehr schnell sehr langweilig, vor allem im Singleplayermode, indem man eine Quest nach der anderen erledigt, damit man irgendwann genug Geld für bessere Waffen und Rüstungen zusammen hat aber genau wie PSO (achja…. PSO….hach)  ist MH nicht für den Singleplayer ausgelegt, denn der Multiplayer bietet mehr Quests, mehr Items und mehr Waffen und Rüstungen. Und es macht einfach hundertmal mehr Spaß zu maximal viert auf Drachenjagd zu gehen. Und wenn der Drache erfolgreich gekillt wurde, kann man sich danach noch schön ins Wirtshaus setzen, über den Erfolg sinnieren und sich mit Bier zusaufen, bis man durch die Gegend torkelt (wundervoll animiert). Apropos: Das, was mich am meisten in den Trailern beeindruckt hat, waren die riesigen Waffen und die exzellent designten Rüstungen, die jedes andere Action-Adventure alt aussehen lassen und genau das ist einer dieser Geniestreiche von Monster Hunter, weswegen ich nicht von dem Game lassen kann. Jede Rüstung ‘klingt’ anders. Es macht einen hörbaren Unterschied, ob man mit Leder oder mit dicken Armorplates durch die Gegend läuft. Simpel, logisch und nur eine winzige Kleinigkeit aber total genial.


Links: Karte vom ersten Areal Forest & Hills. | Rechts: Unschuldige Pflanzenfresser müssen für Steaks herhalten.

Monster Hunter hat selbst heute noch eine Bombastgrafik. Das heißt, es gibt nicht viel zu sehen aber was es zu sehen gibt, rockt meinen Arsch, meine Eier und noch Ähnliches mehr. Butterweiche Animationen, detaillierte Landschaften bis zum abspritzen, hurendicke Drachen, hurendicke Waffen, hurendicke Rüstungen, Alter! ES IST ALLES SO HURENDICK! Ausserdem ist viel grün dabei, was mir persönlich sehr entgegenkommt. Ich mag grüne Spiele. Die Welt von Monster Hunter fühlt sich durch den hohen Detailgrad sehr lebending und sehr real an. Zugute kommt dem Spiel ausserdem, dass es, ausser bei Bosskämpfen und im Dorf keine Musikuntermalung gibt. Das Spiel beschränkt sich lediglich auf Hintergrundgeräusche, die unglaublich zur Atmosphäre beitragen. Es klingt, als wäre man wirklich dort. Wenn es dann aber zur Sache geht, gibt es Fanfaren vom Feinsten, die nicht besser zu einem Kampf Mensch gegen Drachen passen könnten. Bombastorchester, die sich hinter keiner dicken Fantasy-Kinoproduktion verstecken müssen.


Links: Fuck! | Rechts: Ach, schön….

Achja, nochmal zum Schwierigkeitsgrad. Monster Hunter ist schwer. Das liegt vor allem an der Art, wie die Waffen über das Pad eingesetzt werden. Es gibt Schwerten, Doppelschwerter, Großschwerter, Hämmer, Lanzen und – davon abweichend – noch handliche Kanonen. Alle diese Waffen, ausser den Kanonen werden über den rechten Analogstick geschwungen, was vor allem bei Großschwertern und Hämmern seine Zeit braucht. Also: Stick nach oben, Vertikalschlag, Stick zur Seite, Horizontalschlag, usw.. Man spürt das Gewicht und die Durchschlagskraft durch diese Art des Angriffs viel deutlicher als nur durch einen Tastendruck und man braucht eben eine Menge Übung, um im Kampf richtig reagieren zu können. Ausserdem halten die Drache EXTREM viel aus und der Umstand, dass es für die Gegner keine Health-Anzeige gibt, kann schonmal in echter Depression enden, aka: WANN IST DAS SCHEISS VIEH ENDLICH PLATT??? >:OOOOO . Auch hat man für eine Quest nur zwei Leben und ein Angriff eines Drachen rafft schonmal die halbe Energieleiste dahin. Meisten dauert ein Kampf gegen einen Drachen, wenn man gut ist, so 10 Minuten, wenn man schlecht ist, eher 40.

Monster Hunter ist keine sterile 08/15-Produktion vom Band. Es ist lebendig, strotzt vor liebenswerten Details, bietet eine unglaublich dichte Atmosphäre und fordert dich bis aufs Letzte.

    

The Legend Of Zelda: Twilight Princess

T H E  L E G E N D  O F  Z E L D A   T W I L I G H T  P R I N C E S S
2006 / Nintendo / Wii

Tjopes. Lange hats gedauert, bis ich mich dazu durchringen konnte ein review hierüber zu schreiben. Das hatte keinen besonderen Grund, ich war einfach nur faul. ~_~ Anyway hätte man imo nicht sofort nach dem Durchspielen ein review über das Spiel schreiben dürfen, da man erst ein paar Tage später daran denkt wie gut es denn nun eigentlich war.
Naja.. war es geil? War es schlecht? Da ich weiss, dass meine Meinung wohl für alle Menschen dieser Erde spricht: Hier mein Review..

Story
Link lebt in einem kleinen Dorf Namens Ordon, indem er jeden Tag realtiv viel schuften muss. Eines Tages bekommt er vom Schmied ein Schwert, mit dem Auftrag dieses nach Hyrule zu bringen. Doch noch bevor er loszieht, wird er von Monstern bewusstlos geschlagen. Als er wieder erwacht ist die Tochter des Bürgermeisters entführt. Er versucht sie zu finden, doch geschockt vor der fluoeszierenden Mauer stehend, die auf einmal in einer Schlucht empor ragt, wird er in sie hineingezogen und gerät man als Wolf in eine Parallelwelt, die dabei ist sich über die reale Welt auszubreiten. Nach einem kurzen talk mit Zelda (warum, wieso, wann, wo, wer) und seiner neuen Schattenfreundin Midna, entschließt sich Link die Welt zu retten und jede Menge Herzteile zu sammlen.


Links: Die filmische Aufmachung ist stärker denn je.. trotzdem zu schwach | Rechts:auch als Wolf kämpft Link sich durch Hyrule

Kritik
Nach dem kurzen Intro findet man sich also wieder in dem kleinen Dorf, indem man sein Abenteuer beginnt und fängt auch gleich an mit den verschiedenen Bewohnern zu sprechen, kleinere Aufträge zu erfüllen, die Landschaft zu erkunden und sich mit der Steuerung vertraut zu machen. Das fällt nicht schwer, denn..

..wenn Intuitivität einen Namen hätte, dann würde sie sagen: “Hallo. Mein Name ist Sony Ericcson K800i.” Aka wenn sie noch einen Zweitnamen hätte, wäre er “Zelda von Wii”, denn Nintendo stand vor der schwierigen Aufgabe, ein so umfassendes Spiel mit all seinen Möglichkeiten auf die paar Knöpfe zu legen, die die Wiimote und das verbundene Nunchak bieten und sie haben sich teilweise selbst übertroffen. So lernt man natrürlich relativ schnell, wie man rennt, springt, Dinge verschiebt usw. aber wirklich interessant wird es erst, wenn es um das schlagen mit dem Schwert oder schießen mit der Schleuder geht. Mit einem Fadenkreuz wird das Ziel per Wiimote markiert und dann abgeschossen. Das sieht nicht nur relativ cool aus, weil es dann von der Kamera ungefähr an den Stil eines FPS mit Maussteuerung erinnert, es ist natürlich auch viel einfacher zu treffen als mit einem Analogstick. Was daraus folgt sind schnellere Kämpfe und ein die Möglichkeit tiefer in das Spiel einzutauchen aka mehr Atmosphäre.

Die Steuerung ist sehr direkt und macht eigentlich nie Fehler. Das liegt auch an der gut gelösten Möglichkeit die Wiimote in Twilight Princess für die eigenen Bedürfnisse zu kalibirieren. Kurz gesagt muss man beim spielen fast nicht mehr großartig überlegen wo welcher Knopf für was ist. Und so macht besonders das kämpfen mit den verschiedenen Gegnern, die teilweise auch fast jeden Schlag abblocken, wenn sie nicht vorher mit dem Schild weggestoßen werden (Nunchuk), sehr viel Spaß und sorgt für Abwechslung im bisher immer selben Kampfstil eines Zelda Teils. Das Einzige was mir tierisch auf den Sack geht, ist die kleine Fee, die IMMER mit Ton im Bild herumschwirrt. Das herumfliegen an verschiedenen Stellen ist eigentlich schon in Ordnung.. verwandelt sie sich doch in das Fadenkreuz, wenn man plötzlich schnell auf etwas zielen muss. Aber wenn sie schon nicht abschaltbar ist, dann hätte man wenigstens die Option offen lassen müssen, ihr klingeln beim umherschweben auszuschalten. Es nervt einfach nur.


Links: Dank Wiimote ist das Zielen ein Segen | Rechts: Das Masterschwert ist natürlich wieder mit dabei

Was hingegen diesmal überhaupt keine Chance hat zu nerven ist die Grafik aka der Grafikstil. Ein erwachseneres Zelda gab es bis jetzt nicht und ich kann nur hoffen, dass sich das so auch weiterentwickelt. Der neuste Teil erstaunt mit vielen Gesichtszügen der Darsteller, hohem Detailgrad in jeder Location und tollen Licht-, Schatten-, Tag/Nacht-Wechsel- und Wettereffekten. Wenn sich langsam das Abendrot über die Steppe zieht und die ersten Regentropfen niederprasseln, fühlt man sich – auch dank des hervorragenden Surround Sounds – so gut in die Welt hineinversetzt, dass man sich eventuell öfters dabei ertappen wird, wie man die Wiimote kurz ruhen lässt um die Szenerie auf sich wirken zu lassen. Die Effekte wie Explosionen, in der Sonne glänzende Rüstungen, Funken, Wasser, Feuer und noch viele weitere wurden astrein umgesetzt und lassen keinen Platz für negative Kritik. Ruckler gibt es zu keinem Zeitpunkt.

Auch die Gegner bekamen ein geiles Charakteroutfit verpasst. Sie wurden bedrohlicher gemacht, als alles was bisher in der Spielserie zu sehen war. Die Endbosse hingegen verdienen sich dann schon das Prädikat “bleibender Eindruck”, mit ihren ausgefallenen Designs, Tötungsarten und bildschirmgroßen Körpern. Und da Twilight Princess in zwei Welten spielt, gabs diesmal auch Platz für diverse krank aussehende Subjekte. Überhaupt sieht die komplette Parallelwelt einfach nur hurengeil aus. Sie besteht als Stil im Grunde aus einer orangefarbenen, düsteren Morgendämmerung, die einen Schimmer auf alles legt und kleinen, sich um sich selbst drehende Vierecke, die in die Luft steigen. Taucht dann einer der dort lebenden Kreaturen auf, kann man sich auf Töne gefasst machen, die diversen Horrorfilmen aus dem Osten in nichts nachstehen. Ein großartiges Set und definitiv die düsterste Szenerie, die es bisher in einem Zelda Teil zu sehen gab. Mehr davon!

Das Einzige was man der Grafik anmängeln muss, sind die stellenweise schon recht heftig verwaschenen Texturen, die zwar wirklich selten vorkommen, dafür aber sehr deutlich hervorstechen. Ob hierfür kein Platz mehr auf der DVD war oder die Hardware zu schwach (was nicht sein kann aka Resident Evil) oder die Leute sich einfach dachten “Poah wir haben keinen Bock mehr, Shigeru!!! >:O”.. keine Ahnung. Aber was solls. Das Ergebnis ist trotzdem großartig, zeigt weite Areale, tolle Lichteffekte und Kämpfe sahen noch nie besser aus.

Dem stehen die Soundeffekte in nichts nach. Ich kann nur sagen, dass ich jetzt schonmal vorkotzen werde, wenn der erste Teil des Franchises rauskommt, der komplett auf Sprachausgabe setzt. Die Fantasie wird auch bei Twilight Princess weiterhin gefordert, denn außer einem kurzen “Ahihi” oder “Waaah?” kommt nicht viel rum. Dafür wurde wieder viel Wert auf die Effekte gelegt, die der bereits oben beschriebenen Szene mit einem Sonnenuntergang den letzten Schliff verpassen. Egal ob eine leichte Briese, Grillen, ein Wasserfall, ein Bach oder Vögel die über einem schweben.. es passt sich dem Bild sehr gut an.

Etwas mehr Wumms hätte ich mir allerdings inzwischen gewünscht, wenn z.B. Gesteinsbrocken von Bergen fallen. Es ist in etwa der gleiche Sound wie bei allen anderen Teilen und irgendwie.. klingt das alt.


Sorry aber die Details, das Licht und die Animationen sind gerade während der Kämpfe einfach nur hurengeil.

Die Musik hat da auch nicht viel dazu gelernt. Vergeblich versucht man in der kurzen Introsequenz Atmosphäre, etwa eines Shadow Of The Colossus, aufzubauen, was gründlich in die Hose geht. a) sieht man hier schon einige verwaschene Texturen die das Bild einfach stören und b) handelt es sich bei dem Chorgesang um die typischen Synthesizerklänge, die schon in Ocarina Of Time aus den Boxen schallten. Es hört sich wirklich nicht mehr zeigemäß an. =/

Und da liegt auch das Hauptproblem des neuen Spiels. Denn was man als neu gelten lassen kann, sind Grafikqualität und natürlich die Steuerung. Das wars.
Logisch.. ich hätte jetzt auch keine Lust gehabt einen neuen Zelda Teil zu kaufen und dann gar nichts mehr wieder zu erkennen. Ein Teil es enormen Erfolges der Zelda Spiele, ist wohl auch in diesen Werten zu finden. Aber andererseits spielt man und weiss schon vorher was passieren wird.

Die Story lässt sich nämlich eigentlich auch so zusammenfassen: “Rette die Welt/Prinzessin.” Meistens steckt Ganondorf dahinter. Man kann ihn nur treffen & bekämpfen wenn man Objekt A & B hat. An Objekt B kommt man nur, wenn man Objekt A besitzt.. welches in mehrere Teile auf der ganzen Welt in Dungeons verstreut wurde. Gehe ins Dungeon, finde ein einzigartiges Utensil, mit dem Du überhaupt erst zum Endgegner kommen kannst, töte ihn. Die besonderen Gegenstände helfen Dir dann halt an vorher nicht zu erreichende Orte zu reisen oder diverse Probleme einiger Charaktere zu lösen aka Geld und Herzteile einzusammeln. Als Innovation sind es diesmal nicht 4, sondern 5 Herzteile, die unsere Energieleiste um ein weiteres Herz auffüllen. Wow.
Und Midna? Naja die ersetzt eigentlich nur Navy aus Ocarina Of Time und ist, wie in Hollywoodfilmen immer sehr beliebt, der Charakter, der uns nochmal einfach sagt, was als nächstes von uns verlangt wird, damit es weitergeht.


Links: Die Eisenstiefel erzeugen völlig neue Ansichtsmöglichkeiten | Rechts: Midna sagt uns stets was wir als nächstes tun sollten

Nicht falsch verstehen: Das alles macht immer noch einen heiden Spaß und wenn die nächsten 5 Spiele so aussehen, werde ich es trotzdem spielen. Aber eben nur noch aufgrund der Atmosphäre und des “altbewährten”, nicht mehr, weil es neu und einzigartig ist. Dabei hatte der Titel unendlich viel Potential, dass nur leider nichtmal ansatzweise ausgeschöpft wurde. So bekommen wir irgendwann diese rotierende Platte, mit der wir an Wänden entlangfahren und sogar von einer zu anderen Wand springen können. Es macht Spaß, es sieht spektakulär aus und ist neu. Leider used man das Gerät im Tempel in dem es gefunden wurde und noch bei Herzteilrätseln der Außenwelt und das wars dann schon.
Naja und die größte Verschwendung ist mit Abstand die Verwandlung in einen Wolf, zu der Link fähig ist und dadurch die Möglichkeit erhält sich durch Löcher zu graben, seinen Geruchssinn für Fährten zu benutzen oder mit Tieren zu sprechen. Gerade Letzteres ist im Prinzip absolut unnötig für das erreichen des Spielendes und auch die anderen Features, dieser eigentlich recht nicen Idee, wurden so selten für Rätsel oder das Vorantreiben der Geschichte genutzt, dass man bei den Credits rund 40h nach Spielbeginn nicht leugnen kann, dass man sich mehr gewünscht hätte. Mehr zu entdecken, mehr Lösungsmöglichkeiten, mehr Ausreizen der neu gefundenen Gegenstände.

Was ich auch nicht kapiere, ist die groß angelegte, begehbare Landschaft (Steppe usw.), die aber mit wenig bis nichts gefüllt ist. Okay.. Nintendo könnte das gemacht haben, um uns die Größe dieser Welt vor Augen zu führen. Aber das paradoxe daran ist: Man bekommt im Spielverlauf recht früh die Fähigkeit zu warpen, sodas man nur noch äusserst selten auf Epona durch die Landschaft reiten muss. Für was also diese Platzverschwendung?

Man merkt, dass Nintendo den perfekten Grad zwischen Altbekanntem und Neuem schaffen wollte. Das gelang ihnen allerdings nur bedingt, denn während das Spiel einige positive Aspekte von Ocarina Of Time – an dem es sich definitiv am meisten orientiert hat und, um die Frage einmal ganz klar zu beantworten, nicht annähernd ran kommt – und Wind Waker vereint, ist noch zu viel Altes im Spiel, dass inzwischen ganz einfach langweilig geworden ist.


Links: Auf Link haben es wieder allerlei Kreaturen abgesehen | Rechts: Per Tastendruck kann man anvisieren, ohne gesondert zu zielen

Fazit
Der neuste Teil der Zelda Reihe beschert uns eine geniale Steuerung, gute Grafiken, bekannte Soundeffekte und eine solide musikalische Untermalung. Alles wirkt bekannt und das ist Segen und Fluch zugleich. Nach so vielen Teilen muss also jeder für sich selbst ausmachen, ob er das Spiel gut findet oder nicht aka Spieler die eher etwas Neues wollen, werden das Spiel wohl schlechter finden als die, die sich darauf freuen nostalgisch in Erinnerungen schwelgen zu können. Storytechnisch ist das Ganze truly absolut langweilig geworden und verdient eine neue Idee. Die neuen Wege die mit Schattenkreaturen bzw. der ganzen Schattenwelt beschritten wurden, sowie den neuen Items, die leider viel zu selten benutzt werden mussten, wurden grandios umgesetzt und bringen frischen Wind in das leicht angestaubte aber absolut toll inszenierte Franchise, sodass Nintendo keine Angst haben dürften, beim nächsten Teil noch einen Schritt weiter zu gehen.
Aufgrund der 40h+ die ich trotzdem meinen Spaß hatte, den ich bei diesem Teil vor allem der neuen innovativen Steuerung zu verdanken hatte, spritzte ich dann viermal in mein Zimmer aka..

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The Adventures Of Willy Beamish

The Adventures of Willy Beamish
1991 / Sierra

Willy Beamish sah ich und wollte es unbedingt spielen, da es so einen “Space Ace” ähnlichen Touch hatte aka Comicgrafik. Leider gab es damals nur die englische Version zu kaufen und obwohl mein französisch bereits ausgezeichnet war (Pen), hatte ich von unserer Weltsprache noch nicht viel Plan. Jetzt kam ich endlich mal dazu und es ist eigentlich absolut so geil wie Space Ace aka nein.

Story
Willy Beamish hats schon schwer. Der letzte Schultag verheisst nichts gutes, denn er hat eine 3 (!!!) in Musik (!!!!!) in seinem Zeugnis, woraufhin sein Vater ihm seine Videospielkonsole weg nimmt. Und das, obwohl in ein paar Tagen der große Nintari Wettbewerb ansteht, für den er noch dringenst üben müsste!
Und auch an Geld haperts, weil sein Dad entlassen wurde und sich gerade um einen neuen Job kümmert. Diverse Schlägertypen hauen unserem jungen “Helden” ständig ins Maul wenn sie ihn sehen, Klemptner der Kleinstadt planen einen Streik, sein Babysitter ist ein Vampir und seine große Liebe checkt einfach gar nix, während sein Frosch nur den Weitsprung gegen den deutschen Champion gewinnt, wenn er Drogen verabreicht bekommt..


Links: Willy’s Eltern gehören wohl eher zur reichen Fraktion | Rechts: Eindeutig. Ja.



Links: Willy’s Schwester ist eine verwöhnte Göre.. ganz wie ihre Mum | Rechts: Sein Frosch “Horny” macht seinem Namen alle Ehre

Kritik
Zugegeben hört sich das nach einer Menge Stoff an. Da aber alles in Tage unterteilt ist, die man überstehen muss, erledigen sich die meisten Dinge wie z.B. der Vampir-Babysitter innerhalb 2 Minuten auf. Die Hauptlot dreht sich natürlich um die Nintari Meisterschaft und Willys Familie. Die Beamishs leben in einem großen Haus mit Garten, Willy, seiner Schwester und der ganz kleinen, einem Hund und ihrem verstorbenen Großvater, der ab und zu als Geist erscheint, in einer idyllischen Vorstadt. Irgendwie sind alle faul, denn Willy muss immer Dinge tun zu denen die anderen keinen Bock haben.. und die absolut nichts mit der Story zu tun haben.

Da man gerade zu Anfang des Spiels (man muss am letzten Schultag nachsitzen) recht viel Möglichkeiten hat selbst zu entscheiden ob man sitzen bleibt und wartet, sich hinausschleicht, sich heimlich unterhält usw. dachte ich mir natürlich “Ficken”, wenn ich mit dem Hund raus sollte. Aber tu ich das nicht, schlägt der “Trouble-O-Meter” aus, der den Zustand der Zufriedenheit der Eltern gegenüber mir zeigt. So kam ich dann auf die Militärschule, weil ich nach zwei Aufforderungen noch nicht in der Küche war, als es Abendessen gab.. womit das Spiel auch endet.

Es ist true Angstmache für ungehorsame Kinder!?!?!? ~_~ Total krank. Obwohl ich viel gutes Tat, schaffte ich es nicht ein einziges mal, das mein dings-O-Meter sich wieder in den grünen Bereich schlug. Bei der Story hat man sich ja einiges überlegt aber zum Schluss gibt es zu viele Subplots, die zumindest ein Kind gar nicht versteht. Zudem ist es halt schon fragwürdig, wenn man für das schießen eines Fotos einer japanischen Familie, als Dankeschön einen Ninjastern nebst Rauchbombe (???) bekommt. Aber tjopes.


Links: DIE SEXUELLEN ANSPIELUNGEN SIND WIDERLICH UND EKELHAFT! :Q | Rechts: Willy hat immer den passenden Spruch parat


Links: Von der nett anzuschauenden Übersichtskarte kommt man unter anderem.. | Rechts: In das Baumhaus zu seiner Willy’s Freunden

So läuft man durch malerische Landschaften und erlebt ein paar Tage der Sommerferien von einem typischen “Dennis”-Verschnitt. Malerisch kann man ruhig wörtlich nehmen, denn die Grafik wurde gezeichnet, coloriert und dann in das Spiel eingebunden. So kommen einige Kanten leider relativ verwaschen rüber, zu dünn, oder zu Detailreich für die Auflösung. Trotzdem sieht es recht cool aus und die pastellfarbenen Töne passen gut zum friedlichen Vorstadtniveau. Was darin natürlich gar nicht passt sind die Figuren, die allesamt einem comicstil ala Don Bluth (Space Ace) folgen. Das sieht zwar eigentlich recht nice aus aber durch die gemalten Hintergründe wirkt es EXTREM aufgesetzt. Aber hat man sich damit abgefunden, kann man sich an den lockeren Animationen und schönen Hintergründen erfreuen. Konversationen laufen – ganz Sierra typisch – mit vergrößerten Ausschnitten des Gesichtes, oder extra Szenen in denen die Charaktere größer darsgestellt sind, ab.

Zur Musikuntermalung gibts (leider) nichts besonderes zu sagen, Sie dudelt halt vor sich hin. Von Ohrwürmern kann man nicht sprechen, was ich gerade bei dem Thema mir bei der Titelmelodie nicht gedacht hätte. Besseres gibt es über die Soundeffekte auch nicht zu sagen. Sie sind da, sie sind normal. Tjopes.


Links: Für ein Nintari erpresst man schon mal seine Schwester | Rechts: Gegen den Oberbayerfrosch (Lederhose) hat Horny eigentlich keine Chance


Links: Auch unheimlicheOrte sind kein tabu | Rechts: Fledermaus-Vampir-Babysitter einsaugen? Ein normaler Tag also..

Fazit
Willy Beamish ist ein typisches Sierra-Adventure, bei dem man zwar nicht stirbt aber relativ oft den “Game Over” Screen sehen wird. Die zwei Grafikstile passen zwar nicht zueinander, das Endresultat ist dann aber doch befriedigend comicartig. Die Story ist weird und legt zu wenig wert auf den Hauptplot, aus dem man einiges hätte rausholen können. So ist es mit fast allem. Alles nur ok und deshalb..

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Asphalt Urban GT 2

ASPHALT URBAN GT  2 | G A M E L O F T | 2 0 0 6 | N I N T E N D O D S

Hintergrund:
Asphalt Urban GT war damals eine kleine Überraschung auf dem Nintendo DS. Man ahnte schon schlimmes, schließlich war Asphalt Urban GT nicht nur ein Launchtitel, sondern zudem lediglich ein Port eines Handyspieles. Nichts desto trotz bewies Gameloft, das auch in kurzer Zeit gute Ports machbar sind und schufen einfach mal so mir nichts dir nichts den besten Arcaderacer für den Nintendo DS (Mario Kart zähle ich hier mal nicht mit dazu!). So hat sich Asphalt Urban GT damals anscheinend oft genug verkauft, so dass Ubisoft gleich den verbesserten Nachfolger hinterher schob.


(Links: Häuser sind nun endlich komplett 3D Modelle | Rechts: Nervende Bullen rammt man kurzerhand gegen die Wand und kassiert dabei noch Geld.)

Als erstes begrüßt uns der Titelbildschirm mit einem Song von Moby, der jetzt zwar nicht wirklich schlecht ist, aber auf Dauer ziemlich nerven kann und als einziger Lizensierter Song etwas unpassend wirkt. Genau inmitten dieser Klänge verlangt das Spiel von uns aber unsere erste Entscheidung. Arcade oder Evolution? Im Arcademode warten 5 Spielmodi auf uns, während im Evolutionmode 10 “Cups” zu bestreiten sind, von denen jeder aus durchschnittlich 6 Challenges besteht. 1 Challenge wiederrum besteht aus durchschnittlich 4 Rennen. So kommen wir auf eine stattliche Anzahl an Rennen und Prüfungen, die es zu meistern gilt. Für genug Rennen ist also gesorgt, die brauchen wir nämlich auch, wenn wir Geld verdienen wollen, um unsere Kisten zu tunen oder uns gleich ganz neue kaufen zu können. Gut, das das Geld in Asphalt Urban GT 2 sprichwörtlich auf der Straße (in Form von $-Zeichen) liegt und man zudem für jeden getöteten Cop und für jedes Radarfoto jede Menge Kohle einsackt. Das klingt toll, denn mit viel Geld kann man auch seine Autos viel tunen. Nur leider… ist das ziemlich sinnfrei, da man selbst mit ungetunten Karren stets Sieger bleibt. Das ist etwas schade, denn so gibt man sein Geld nicht wirklich aus und muss auch keine Rennen zweimal fahren, um etwas Geld zu verdienen. So geht der Teil des “Tunings” völlig verloren. Asphalt Urban GT 2 ist also ziemlich einfach und trotz der vielen Meisterschaften schnell durchgespielt. Evtl. liegt es an den Neuerungen wie z. B. dem besseren Crashverhalten mit dem Gegenverkehr?


(Links: Der Turboboost sieht leider nur in der Außenansicht geil aus. Und wer fährt so schon. | Rechts: Jetzt Neu: Motorräder inkl. Cockpitview!)

Dieses große Manko nämlich wurde endlich gefixt und so crasht man nun richtig heftig mit dem Gegenverkehr zusammen, während Autos, welche man von hinten rammt, nur so wegfliegen, das es kracht und man keinen Geschwindigskeitsverlust erfährt. So ist das gut, so macht das Spaß. Richtig schwierig ist das Manövrieren durch den Gegenverkehr nie, da sich die Autos – trotz niedriger Auflösung – früh genug bemerkbar machen und gut zu erkennen sind. Zu den Neuerungen gesellt sich auch der nun 3-fach erhältliche Turboboost hinzu. Wenn genug N2o vorhanden, kann man den Boost dreimal triggern und fährt so ein klein wenig schneller. Eine spielerische Auswirkung darf man sich dadurch allerdings nicht erhoffen. Man triggert nun einfach ständig 3 mal hintereinander um so schnell wie möglich zu fahren. Ansonsten sind viele neue Strecken hinzugekommen (Die alten gibt es nachwievor!) und die Polizei ist einem nun auf den Fersen. Das nervt am Anfang, da die Cops ziemlich rabiat zur Sache gehen, aber schon bald hat man den Dreh raus und haut dann einfach mittels Turbo ab. Der Polizeihubschrauber versucht einen lustigerweise mittels… Laserstrahl zu fangen. Sobald der Strahl euer Fahrzeug für eine gewisse Zeit markiert hat, bleibt ihr automatisch stehen. Ehm… Ja. Die größte Neuerung hätten jedoch die Motorräder werden sollen / können. Diese fahren sich dann auch tatsächlich hervorragend und bieten eine geile Cockpitansicht nur leider machen auch sie spielerisch keinen Unterschied. Man rammt mit einem kleinen Motorrad genauso die Autos von der Straße, wie mit einem Hummer und Gegenverkehr… nun ja… über den springt man halt mit einem Motorrad. Trotzdem machen die Motorräder Spaß, schon allein, weil sie sich so toll auf die Seite legen in den Kurven und die Cockpitansicht einfach geil aussieht.


(Auch hier ist wieder die Strecke auf dem unteren Bildschirm zu sehen. Ich vermag nicht zu sagen, ob das nun irgendeinen Vorteil oder Nachteil hat. Es war mir relativ gleich. Besser als gar nix.)

Grafisch blieb fast alles beim Alten. Gottseidank. Die Grafik ist immer noch super flott, flüssig und wunderschön anzuschauen. War die Grafik beim ersten Teil noch etwas “dünn” (Häuser waren nicht mehr als Pappwände), so gibt’s nun Brücken, Tunnel, Panzer auf der Straße und Häuser komplett in 3D. Alles wirkt fülliger, etwas aufpolierter. Nur die Texturen sind nachwievor etwas grob und low-res, was aber angesichts der enormen Geschwindigkeit des Spiels kaum weiter auffällt. Ja, mit dem richtigen Auto und 3x Turboboost erreicht Asphalt Urban GT 2 locker Wipeoutgeschwindigkeiten. Was die Jungs von Gameloft nun aber definitiv wunderbar hinkriegen (Das sah man auch bei Brothers In Arms) ist eine stimmungsvolle Grafik. Die Farben und die Texturen passen ganz einfach und alles wirkt wie aus einem Guss. Asphalt Urban GT 2 ist wirklich wunderschön anzuschauen. Allerdings nicht gerade im Replaymode, denn da wackelt die Kamera ziemlich krank. Das schmälert die Replayerfahrung enorm und man wird auch diese Funktion kaum beanspruchen. Schade eigentlich, denn die Fahrzeugmodelle sehen wirklich klasse aus und sind recht detailliert.

Der Sound ist eine Sache für sich. Im Trailer wurden großkotzig die Pussycat Dolls angekündigt und tatsächlich; Im Spiel sieht man sie nach jedem zweiten Statusscreen. Nur leider erkennt man nicht viel, so dass es zum Wanken nicht ganz reicht und Musik ist schon mal gar keine von den Pussycat Dolls vorhanden. Schade eigentlich, denn die Musik im Spiel ist einfach… Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Eine Mischung aus Noise, elektronischen Furzgeräuschen und Rock’n'Roll. Einfach nervtötend, widerlich und ekelhaft. Da hätte ich mir lieber die Pussycat Dolls gewünscht, die wenigstens annähernd normale Musik machen. Dafür gibt’s eine tolle (abschaltbare) deutsche Synchro, die man mal gehört haben sollte. “Erster! Jaaa!”


(Nicole Scherzinger – Die einzig wahre Pussycat Doll.)

Abschließend lässt sich sagen, das Fans des ersten Teils getrost zuschlagen können und auch andere Rennspiel Interessierte mal ein Auge drauf werfen sollten. Asphalt Urban GT ist nunmal DER Arcaderacer auf dem Nintendo DS, welcher Burnout und NFS locker schlägt. Wie es mit Ridge Racer aussieht werde ich noch sehen, wenn ich es mir demnächst kaufe.

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King’s Quest V – Absence Makes the Heart Go Yonder

Vor laaaaaaaaaaaaaaaanger Zeit, sah ich mal beim damals noch kleinen elend das Spiel King’s Quest V und dachte mir nicht viel dabei. Ich hatte schon Lucasfilm Games Adventures gespielt und als ich die ersten zwei Szenen erlebte, in denen ich nicht mehr weiterkommen KANN, hatte ich keinen Bock mehr. :Q
Jetzt – 100 Jahre später – habe ich mich dazu entschlossen es durchzuspielen.. hat es doch eine der besten Grafiken, die von Sierra jemals für ein Adventure entworfen wurden.

King’s Quest V – Absence Makes the Heart Go Yonder
1991 / Sierra

Story
Der böse Zauberer Mordack lässt einfach mal König Grahams Schloß verschwinden. Frecher Bastard.
Und außerdem.. ja em nix. Das wars.


Links: Nach dem Intro schockt die überaus nice Grafik | Rechts: In dem Dorf bewältigt man seine ersten Aufgaben


Links: Hurengeile Grafik aka auch sehr abwechslungsreich | Rechts: GRAFIK! >:O Alter die Farben??

Kritik
Zuerst mal möchte ich über die Grafik sprechen. Mit einem Wort: HURENGEIL!!!
Wunderschöne, detailverliebte Bilder heben den 5. Teil der Serie in die Riege der grafisch schönsten Adventures. Im Prinzip würde ich mir jeden einzelnen Screenshot an die Wand hängen, hätte ich bock die Figuren rauszufiltern. Das hätte man allerdings auch beim Spiel getan, denn die sehen leider crappig aus. Ehrlich gesagt sieht unser Held aus, als hätte man ihm das EGA-Gewand aus den vorherigen Teilen einfach angelassen. So hebt er sich farblich von den Hintergründen ab. Da er aber stets recht klein dargestellt wird, fällt das nicht zu sehr auf. Die Animationen sind in Ordnung.


Links: Im Hexengebiet kann man relativ oft sterben | Rechts: Manchmal zeigte King’s Quest V einem Monkey Island echt den Stinkefinger


Links: Graham ist außerordentlich höflich und spricht auch Tiere mit “Sie” an | Rechts: Einige Szenarien sind viel zu schön um gerade mal 0,4 Minuten in ihnen zu verbringen..

Die Musik wurde liebevoll komponiert und passt sich den jeweiligen Szenarien an. Egal ob traurige, düstere Stimmung oder die Einsamkeit in der Wüste.. alles wurde gut in Szene gesetzt. Die Soundeffekte halten sich allerdings zu sehr im Hintergrund. Hier hätte etwas mehr nicht geschadet.

Storytechnisch ist das Adventure recht einfach gestrickt.. aber dafür saublöd. Der Grund? Ich komme an einem Haus vorbei. Eine Ratte rennt auf mich zu und vor der Katze weg, von der sie gejagt wird. Schaffe ich es die Ratte zu retten, indem ich einen alten Schuh nach der Katze werfe, wird sie mich – viel später im Spiel – befreien, wenn ich gefesselt in einem Kellerloch sitze. Tue ich das nicht.. Pech gehabt. Es gibt dann einfach keine Möglichkeit mehr.

Und solche Dinge sind bei Kings Quest 5 an der Tagesordnung. Der Witz ist natürlich, dass man das dann nicht mitgeteilt bekommt aka game over oder so, sodaß man durchaus denken kann “Hm, da hab ich vielleicht was im Bild übersehen”, und man sucht ewig im Kellerloch nach einem Schalter oder einer Säge oder sonst was. Ziemlich lame. Es ist sogar so lame, dass es eine Menge Spielspaß raubt. Ebenso nervtötend sind Abstürze des Königs, wenn man etwa auf einem geschlängelten Weg in den Bergen oben auf den Ausgang klickt. Unser Held läuft dann nicht den Weg im zickzack hoch, sondern schnur geradeaus aka fällt bei der erstbesten Gelegenheit in die Schlucht. Was ein Depp oder besser gesagt: Was eine Deppenprogrammierung. Schon klar, dass das Absicht ist aber es ist imo total unnötig und dumm. Dafür sind die Rätsel ansonsten eigentlich recht einfach bzw. logisch. Es gibt keine Dinge bei denen man sich denkt “A..ha??” und somit hat Sierra wenigstens hier den Spielspaß am laufen gehalten. Und beim ausprobieren diverser Gegenstände, kommt der typische Sierra-Humor zum tragen, der seinen ganz eigenen, hippen Stil hat. Irgendwie erinnere ich mich da gerne an die Larry-Serie. ~_~


Links: Vor dem Schloß des bösen Zauberers Mordack | Rechts: Im Schloß sind nice Weiber die auch putzen


Links: Hat man hier etwas bestimmtes nicht dabei, endet das Spiel hier im Prinzip | Rechts: Happy End

Fazit
Mit einer tollen Musikuntermalung und einer grafischen Glanzleistung, kann man Kings Quest V als eines der gelungensten Adventures von Sierra bezeichnen. Durch bekloppte Tode und der verpassten Gelegenheit das Spiel so zu gestalten, dass man nicht in einer Sackgasse enden kann, verbleicht allerdings der hervorragende Ersteindruck und es gibt nicht wenig Stellen, in denen der Frustlevel ganz weit oben ist.

Trotzdem sollte man sich mal drauf einlassen, allein schon um die ganzen Screens sehen zu können. ~_~

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Neugier

telenet japan : 1993 : super famicom
ノイギーア— 海と風の鼓動—
neugier —the beat of the ocean and the wind—

  • neugier:intro

Vor einer langen langen Zeit wurde Duke von seinem Vater aus seinem Land verbannt. Er wurde daraufhin Abenteurer und bereiste viele ferne Länder. Irgendwann hört er davon, dass sein Heimatsland, Neugier, angegriffen wird. Nicht lange zögernd überlegt er sich, zurückzukehren um sein Land vor den Mächten des Bösen zu befreien…


( Prolog | Auf dem Schiff )

Das Spiel beginnt mit der Abfahrt des Schiffes in Richtung Neugier, man selbst spielt Duke, Sohn des Königs von Neugier, der wissen möchte, was es mit den zahlreichen Gerüchten auf sich hat, die sich seit neuestem um sein Heimatland ranken.

Nachdem man abgelegt hat, kann man sich noch ein wenig mit den andern Leuten auf dem Schiff unterhalten, wonach man sich erstmal schlafen legt. Ein paar Tage später ist es dann soweit, bald ist Neugier erreicht. Doch in der Nacht wird das Schiff angegriffen: Man schlägt sich vor bis an Deck, wo man schliesslich einen Zauberer und eine Hexe vorfindet. Den Kampf kann man unmöglich gewinnen, und so wird das Schiff zerstört…


( Uns erwarten abwechlungsreiche Dungeons )

Kurze Zeit später, es ist wieder Tag, Duke wurde an Land gespült und sieht sich dort gleich einem Mädchen gegenüber, das ihm empfiehlt Neugier gleich wieder zu verlassen. Natürlich kommt das garnicht in Frage, und so beginnt schliesslich das richtige Spiel.

  • neugier:gameplay

Neugier ist ein Action Adventure. Man steuert Duke aus der Vogelperspektive und hat natürlich verschiedene Aktionen zur Verfügung. So kann man mit seinem Schwert angreifen, Springen oder die “Throw Chain” benutzen, die es einem ermöglicht manche Gegenstände über größere Distanz zu greifen, sich selbst zu anderen Wändern hinzuziehen oder Gegner wegzustoßen. Was für das ein oder andere Puzzle genutzt worden ist.


( Angespült am Strand, so erreichen wir Neugier | Das erste Dungeon )

RPG Elemente gibt es nicht viele, NPCs sind nur ganz wenige vorhanden (die meisten sieht man schon auf dem Schiff am Anfang), das Leveln beschränkt sich darauf das der eigene Schlag ab und zu stärker wird. Beim Equip gibt es nur ein paar Rüstungsteile, die man im Verlauf des Spiels finden kann. Ansonsten besteht das Spiel aus herumlaufen und Monster besiegen. Natürlich wird auch immer mal wieder die Story weitererzählt, die übrigens recht Spannend ist und auch mit Twists etc. aufwartet. Die Bosskämpfe sind gut gelungen und spätestens mit ein paar Versuchen eigentlich problemlos machbar. Ein paar einfache Puzzles und Hüpfelemente sind auch hier und da versteckt. Ist also alles recht abwechslungsreich gemacht.

  • neugier:grafik&sound

Die Grafik ist eigentlich ziemlich schick und erinnert an die meisten anderen 16-Bit RPGs/Adventures. Die Levels sind, dafür dass das Spiel hauptsächlich an einem einzigen Ort stattfindet, ziemlich abwechslungsreich, da man an immer wieder neue Orte im Schloss kommt die sich teils sehr von den anderen unterscheiden.


( Die Story wird weitererzählt | Ein Boss )

Die Musik ist in Ordnung, ein paar zusätzliche Songs hätten sicher nicht geschadet und beim ein oder anderen Song hätte man vielleicht noch an selbigem arbeiten können. Aber schlecht ist sie auch nicht.

  • neugier:background

Entwickelt wurde das Spiel von “Wolf Team”, heutzutage berühmt für Spiele wie Star Ocean oder Valkyrie Profile. Ursprünglich sollte das Spiel durch Renovation auch auf dem amerikanischen Markt erscheinen. Das Projekt wurde aber gecancelled, als Renovation von Nintendo gekauft worden ist. Wer kein japanisch kann ist aber trotzdem nicht hilflos den Kanjis ausgeliefert: Es gibt einen Patch der das Spiel auf Englisch übersetzt.


( 2 Bilder aus dem Schloss )

  • neugier:fazit

Gelungenes Action Adventure mit guter Story, für das man auch nicht zuviel Zeit braucht. Ich selbst habe es in 3 Stunden beim ersten Versuch durchgespielt. RPG Elemente gibt es wenig bis garnicht, ob das ein Vor- bzw. Nachteil ist sei jedem selbst überlassen, genau wie die kurze Spielzeit, aber Spaß macht das Spiel auf jedenfall und mal reinzuschauen würde ich jedem empfohlen, der etwas mit dem Genre auf dem SFC anfangen kann.

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Contact

Contact | Nintendo DS
GRASSHOPPER INTERACTIVE

Der pixelige Professor hat ein Problem. Er musste auf einem fremden Planeten notlanden, weil er von außerirdischen verfolgt und beschossen wurde. Bei der Notlandung zerfetzte es irgendwas am Schiff und 7 (oder waren’s 8?) Elemente, die der Professor dringend als Energielieferanten für das Schiff braucht, verstreuten sich auf dem Planeten. Er bittet dich um Hilfe. Du sollst einem kleinen Jungen namens Terry helfen, die Elemente wieder zu finden.


(Links: Auf dem Schiff hat der Professor sein Raumschiff. (?) | Rechts: Man kann im Spiel neben Kochen auch Angeln. Ehm… alles klar. ~_?)

So weit, so gut. Contact fängt geil an. Man spielt hier ausnahmsweise mal keinen Helden oder ein alter ego, nein man spielt sich höchstpersönlich. Der Professor spricht mit euch durch den DS und bittet euch um eure Hilfe. Nach einem tollen Intro mit toller Musik und höchst stylisher Grafik geht’s auch irgendwann los und wir fangen an uns an Terry zu gewöhnen. Terry ist nämlich ein dreckiges Arschloch und macht von alleine rein gar nix. Er will von uns geführt werden. So führen wir also Terry über die verschiedenen Inseln des Planeten und hoffen dem Professor helfen zu können.

Tjo. Im Endeffekt spielen wir doch als Terry selbst und haben die Sache mit dem “Wir spielen uns selbst” ganz schnell vergessen. Viel Zeit zum Überlegen bleibt ohnehin nicht, da das Spiel ziemlich flott los geht und schon der erste Dungeon (nach der Trainingsinsel) ziemlich schwierig wird. “Aufleveln musste dich!” empfahl man mir. “Ach so.. ja logisch!” dachte ich und fing an zu leveln. Das sah ungefähr so aus:

Höhle rein gehen. Skelett boxen. Noch ein Skelett boxen. Matschmenschen boxen. Noch einen. Noch ein Skelett. Raus. Energie aufladen in der Badewanne. Wieder rein.

Das dann so lange, bis ich irgendwann 130 HP hatte, anstelle der anfänglichen 40. So fühlte ich mich schon eher für den Boss Kampf gerüstet. Also schnell den Boss erledigt und hurra, weiter kann’s gehen. Neue Waffen gefunden, Energie aufgetankt, Kostüme gefunden und Knochen verscherbelt für Geld. “Geil, recht lustig das Game..”

Dachte ich.


(Links: Soweit kam ich dann grad noch. Endgegner Nr. 1 | Rechts: Hier im Wald brachte mich der noch so kleinste Gegner einfach um. Wie level ich da? Wo kaufe ich dicke Waffen? Wo finde ich welche? Alles Scheiße. Dreck.)

Bis ich auf die zweite Insel musste. Da fing das Spiel irgendwie an mit… Fehlern. Ich weiß nicht was es war, aber normal war das nicht. Ich muss also durch einen Wald laufen und treffe unterwegs einen random Typen mit Hund, der mich in sein Haus einlädt. Ich solle ihm doch folgen, sagt er. Ok, aber erstmal wollte ich den oberen Screen erkunden. Dann den links. Dann den rechts. Dann oben. Da meldet sich doch der Professor und meint, der Typ, dem ich auf die Hütte folgen sollte, wäre abgehauen. Ich solle ihn suchen. “~_?” Tjo. Es stellte sich heraus, das er einfach wieder an seinen Ausgangspunkt gebeamed wird, wenn ich nicht AUGENBLICKLICH mache, was er sagt.

Ok. Zweiter Versuch. Ich gehe diesmal mit ihm zusammen in den Wald und suche seine Hütte. Die wäre auch recht schnell gefunden gewesen, wenn er nicht… seinen Hund vermisst hätte. Die Töle stand doch tatsächlich noch am Lagerfeuer und folgte uns nicht. Mal davon abgesehen, das mir keiner sagte, das der lame Hund mit muss? Also zurück gelaufen und nochmal probiert. Irgendwann klappte es dann auch, beide mitzunehmen. Natürlich nur, nachdem mich unzählige Schlangen und Wasserschaafe gekloppt haben, denn für diesen Abschnitt hätte ich mich wohl noch auf 200 HP leveln müssen :-).

Also irgendwie suckt das Game einfach nur. Später fand ich einen tollen Spot zum Leveln (Ich brauchte ja eine Badewanne zum Energie Tanken in der Nähe. Und ein Bett zum saven wäre auch nice.) und versuchte mich aufzuleveln, als ich merkte das ich anstatt mehr HP einfach… weniger kriege. Wtf? Ich checkte nix?! Also gut, versuchste mal ohne Leveln weiter zu kommen. Tjo, nix da. Geht nicht. Die Gegner sind einfach viel zu stark. Ich kann das Kampfsystem ja auch fast nicht beeinflussen. Wenn Terry denkt er müsse 50 Minuten warten, bis er mal schlägt, dann ist das halt so. Währenddessen schlägt der Gegner halt zweimal. Und ganz fies wird’s, wenn zwei Gegner auf dich eindreschen. Die machen das nämlich so geschickt, das Terry einfach GAR NIX mehr macht. Das ist natürlich… super?

Da nutzt mich auch die geile Musik, die geilen Effekte (alles NES 8 Bit Style) und die tolle Grafik nix. Contact spielt sich einfach wie Scheiße.

Einen Pen für die Grafik.

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Sim City 3000

模拟城市3000 / Sim City 3000
Maxis Software Inc, 1999, IBM-PC/Win

Tjopes, gestern überkam es mich mal wieder und ich hatte Lust auf Aufbau Strategie \o_O/. Also geschwind mal Sim City 3000 installiert und fröhlich was gebaut und geplant. Hat auch gleich viel Spaß gemacht und so wurde es, obwohl ich heute arbeiten muss, 5 Uhr morgens bis ich es mal ins Bett geschafft hab.

Leider kenne ich ja bloß Teil 1 und 2 für PC deshalb waren die 1000 Neuerungen schon geil. Vor allem das man nun so dicke Städte bauen kann, mit Häusern größer als man früher geträumt hätte und vielen anderen Dingen. Auch wenn es Teil 3 ja nun schon seit 7 Jahren gibt ~_°

Anyway sehr nice und man kann es allen Freunden der Aufbau Strategie nur wärmstens empfehlen, aber sollte eigentlich ja jeder schon wissen Isch liebe disch!

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Super Models Go Wild

Super Models Go Wild (3DO)

Wenn man mal von einigen Hentai-Games für den japanischen Markt absieht, steht der ungebundene Videospieler mit der schönsten Nebensache der Welt blöd da. Aber zum Glück gibt es ja einen 3DO mit Spielen (?) wie SuperModels go wild, die von einem schönen roten Aufkleber Marke ‘Adults Only’ verziert sind.

Als ich dieses Spiel (natürlich nur zu Testzwecken) in meinen Händen hielt, fiel mir gleich die nette Dame auf dem Cover mit ihren durch Abdrücke sichtbaren Nippeln auf und nette Gedanken schossen mir sekündlich durch den Kopf. Als ich die Rückseite gierig betrachtete, war ich sichtlich überrascht, dass es noch mehr von solchen interaktiven CDs gibt. Nun gut, CD raus und rein in den 3DO! Was ich zu sehen bekam, war eine lange Ladezeit, die mit einem kleinen 3DO-Logo versehen war. Danach ruckelte auch schon das erste Video los, das wiederum in einem kleinen Fenster abgespielt wurde.

Die Enttäuschung war groß, nachdem ich nur einige Models an Stränden und auf einem Boot mit Bikinis rumlaufen sah. Einmal sah man seitlich eine nackte Brust, mehr wurde nicht geboten. ‘Vielleicht heben die sich das nur für später auf…’ war meine Hoffnung, als ich in das Menü gelangt bin. Zur Auswahl standen fünf Videos und dazu noch eine Galerie, die sich aus mehreren Bildern aus den Videos zusammensetzt. Nun war es an der Zeit, endlich mal eines dieser Videos anzusehen. Doch sofort präsentierte sich wieder das verkleinere Bild und ruckelte los. Ich sah eine schwarzhaarige Frau, bekleidet mit einem Bikini und Wanderschuhen, die einen Berg bestieg… ähh… falsche Wortwahl… hochkletterte. Ich starrte des öfteren auf gewisse Körperteile, jedoch der Kameramann hatte anscheinend mehr Interesse für das starre und eiserne Gesicht. Einmal schien sich das Blatt zu wenden, als die Kamera verdächtig nah an den Hintern heranzoomte, doch nach vier Sekunden war klar, dass dies anscheinend keine Absicht war. Kleidungsstücke verlor die Dame leider nicht, aber ich beinahe das Bewusstsein von der gähnend langweiligen Musik, die alten Rentnern auf einer Kreuzfahrt zum Einschafen auf Deck gespielt wird.

Danach bin ich mal in die Galerie um zu überprüfen, ob auch mal mehr nackte Haut gezeigt wird. Doch Fehlanzeige. Dann musste nochmals ein anderes Video dran. Nachdem ich mehrere Minuten eine Frau mit einem Fahrrad durch die Gegend fahren gesehen habe, drückte ich gelangweilt auf die Knöpfe, und da bemerkte ich, dass ich das Video pausieren konnte und auf Slowmotion auch nicht verzichten musste. Nach dem dritten Video wurde mir dann klar, dass diese Videos selbst von 10jährigen angesehen werden können, da sicherlich mehr sexuelle Handlungen in einigen Baywatch-Folgen zu sehen sind.

Nach dem vierten Video fragte ich mich, warum ich überhaupt über Videospiele schreibe, wenn ich ab und zu auch solche ‘Spiele’ testen muss. Nach dem fünften war mein Selbstvertrauen schon wieder ein wenig gestärkt und ich überlegte, ob ich SuperModels go wild wirklich einen Punkt als Bewertung geben sollte. Doch wärend des Betrachtens des letzten Videos war ich mir sicher, dass es einen halben Punkt verdient hat. Als das Video vorbei war warf ich erleichtert die CD aus meinen 3DO, da ich schon den ganzen Inhalt der CD gesehen hatte und war mir sicher, dass es eines der Software-Titel sein wird, die Staub ansetzen werden.