2001: A Space Odyssey

____ 2 O O 1 ____
.as p a c eo d y s s e y
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s t o r y

1999. Die Menschheit steht vor ihrer größten Entdeckung. Dr. Heywood Floyd ist auf dem Weg zum Mond. In der Nähe des Tycho Kraters wurde ein 4 millionen Jahre alter Monolith gefunden. Untersuchungen ergeben, das er dort absichtlich vergraben wurde. Außer einer starken Strahlung, die auf den Jupiter gerichtet ist, bleibt der Monolith völlig inaktiv. 18 Monate nach der Entdeckung macht sich die Discovery auf die Reise zum Planeten Jupiter. An Bord befinden sich Dr. Frank Poole, Dr. Dave Bowman, 3 tiefgefrorene Kollegen und der Supercomputer HAL 9000. Alles läuft nach Plan, bis HAL 9000 den Ausfall einer bestimmten Baugruppe am Raumschiff diagnostiziert. Die Baugruppe wird ausgetauscht und… Dr. Bowman findet keinen Fehler. Die Bodenstation überprüft die Daten ebenso und findet keine Fehler.

HAL 9000 muss sich geirrt haben.

f i l m
3 Minuten schwarzes Bild. Dazu atmospährische Musik. Danach kommt ein dickes MGM Logo. Das Intro: Zu “Also Sprach Zarathustra” sehen wir Planeten in Konjunktion und den Titelschriftzug. Prolog: “Dawn Of Man”. Wir sehen eine Horde Vormenschen beim täglichen Überlebenskampf. Streitigkeiten mit einer anderen Gruppe um die Wasserstelle. Nahrungssuche. Eines morgens wacht die Gruppe auf. Vor ihrer Höhle: Ein Monolith. Die Vormenschen lernen Knochen als Waffe, bzw. Werkzeug zu benutzen. “Dawn Of Man”.

2001 – Odyssee im Weltraum fängt so an, wie er aufhört. Etwas verwirrend, aber geil. 3 Minuten nichts zu sehen, während nur Musik läuft. Das gab’s davor noch nie und wird es auch nie wieder im kommerziellen Kino geben. Schon allein die Tatsache, das es rund 24 Minuten dauert, bis das erste gesprochene Wort fällt. Bei einer derart dünnen Story ohne irgendwelche nennenswerten Überraschungen überrascht die Spielzeit von über 2 Stunden anfangs etwas. Stanley Kubrick nahm sich Zeit. Für jede Einstellung. Zeit. Viel Zeit. Viele, bzw. fast alle Szenen hätten genauso funktioniert, wenn man sie etwas gekürzt hätte. Teilweise um die Hälfte. Aber damals – 1968 – war das einfach eine andere Zeit. Derartige Spezialeffekte gab es noch nie im Kino zu sehen und ich wette, jeder einzelne im Kino dankte Stanley Kubrick dafür, die Spezialeffekte so lang, wie möglich zu zeigen.

Schaut man den Film heutzutage, fällt einem erstmal sehr positiv auf, das er, selbst im Zeitalter der Computer und mit Special Effects übersähten Filmen, einfach hervorragend aussieht und so gut wie nicht gealtert ist. Man überlegt einfach die ganze Zeit: “Verflucht, wie hat man sowas bitte ohne Computer gemacht?” und wünscht sich nichts sehnlicher, als ein Making Of, welches auf der DVD leider fehlt. Auch die Komposition und die Farben der Einstellungen sind nachwievor einfach zeitlos und wunderschön anzuschauen. Wem bei 2001 trotzdem langweilig wird, der hat eben wenig Interesse an Schönheit und Spezialeffekten.

Denn die Story bietet ansich gar nichts bemerkenswertes. Wenn man vom ziemlich esoterischen und offenen Schluss absieht haben wir es hier mit einer straighten Sci-Fi Story zu tun, die wir schon des öfteren gelesen oder gesehen haben. Gerade die Sache mit HAL, der Supercomputer, welchem man auf einmal nicht mehr vertrauen kann, dürfte nichts neues sein. Wie es damals aussah, weiß ich leider gar nicht. So macht ein Großteil der Reputation von 2001 wohl die Atmosphäre aus. Diese ist dafür aber umso geiler. Und das aus, imho, zwei Gründen:

1) Der Film ist realistisch. 2001 – Odyssee im Weltraum war afaik der erste Film, der offiziell Bildmaterial der Nasa benutzen durfte und überhaupt in enger Zusammenarbeit mit der Nasa entstand. Wir sehen hier weder runde Ufos, noch Aliens mit mandelförmigen Augen sondern viel mehr hurengeile Fotos der Erde, des Mondes, realistische Raumschiffe und Raumstationen, sowie realistisches Interieur, Zubehör und wir hören bei Szenen, die im Weltraum spielen… keinen einzigen Ton. Bis auf das Atemgeräusch des Astronauten und / oder Musik, bleibt der Weltraum komplett frei von Geräuschen jeglicher Art. Das macht die Außenaufnahmen etwas bedrückender und gab’ es, glaube ich, danach nie wieder.

2) Die Musik. Stanley Kubrick benutzte während der Dreharbeiten und für die ersten Rohschnitte einen temporären Soundtrack, den er sich aus der modernen klassischen Musik, aber auch aus oldschool Klassikern zusammen klaubte. Als mit Alex North endlich ein Komponist für den richtigen Soundtrack gefunden war, gab’ Stanley ihm den temp. Track und sagte: “So sollte das dann klingen. Bitte machen, kthx!”. Blöd nur, das Alex North kurz nach Fertigstellung seines Soundtracks von Stanley zu hören bekam: “Öh… wie soll ich sagen… also… ich nehm’ einfach die temp. Musik. Sorry, l8er!” So besteht die Musik zu 2001 eben aus “Also Sprach Zarathustra”, dem “Donauwalzer” und auch modernen Stücken wie “Requiem For Soprano, Mezzo Soprano, Two Mixed Choirs & Orchestra”, welches auch mit eines der geilsten ist und einfach total eerie klingt. Im Zusammenspiel mit der Ausgrabungsszene wirkt 2001 kurzzeitig wie ein Horrorfilm und sorgt für reichlich Anspannung.

Die Special Effects sind auch eine Sache für sich. Kaum ein Effekt sieht wirklich lame aus. Im Gegenteil, ich behaupte sogar das man die Effekte heute selbst mit Computern nicht viel besser hinbekäme. Schon allein der Trip zum Jupiter mit diesem endlos Farbflash gibt mir heute noch Rätsel auf. Wie macht man sowas analog bitte? Wie faked man einen sich absolut smooth in der Schwerelosigkeit bewegenden Kugelschreiber, welcher mitten im “Flug” von einer Stewardess komplett ohne Schnitt aus der Luft gegriffen wird? Was soll denn das? Die Modelle der Raumschiffe sehen ebenfalls super detailliert aus, bewegen sich absolut geil und das dickste ist ohnehin das Ausgrabungsset, welches in Originalgröße gebaut wurde. Durch die Lichter, die Gerätschaften dort und den Monolithen, sieht es einfach super eerie aus und ich weine, das man es nur einmal im Film sieht.

Ich hab eigentlich keine Ahnung, was ich über 2001 schreiben soll. Aber der Film sieht so geil aus, das ich soviele Screenshots pasten muss und nun muss ich die Zwischenräume füllen. Ich hab eigentlich keine Ahnung, was ich über 2001 schreiben soll. Aber der Film sieht so geil aus, das ich soviele Screenshots pasten muss und nun muss ich die Zwischenräume füllen. Ich hab eigentlich keine Ahnung, was ich über 2001 schreiben soll. Aber der Film sieht so geil aus, das ich soviele Screenshots pasten muss und nun muss ich die Zwischenräume füllen. Ich hab eigentlich keine Ahnung, was ich über 2001 schreiben soll. Aber der Film sieht so geil aus, das ich soviele Screenshots pasten muss und nun muss ich die Zwischenräume füllen.

Zusammen ergibt also alles einen Science Fiction Film, der wirklich nicht für jedermann ist. Ich selbst brauchte 3 Versuche, bis ich ihn zum ersten mal komplett sah. (Was allerdings auch auf das lame TV Programm zurückzuführen ist, welches den Film ständig nur so spät zeigt.) Heutzutage finde ich ihn immer besser, je öfter ich ihn schaue und kann ihn jedem nur empfehlen, der auf Computereffekte scheißt und dicke Visuals liebt.

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Spy Kids – Mission 3D

Spy Kids – Mission 3D Robert Rodriquez 2003

Junis Schwester Carmen wird vom Toymaker in ein Videospiel namens “Game Over” (?) entführt. Nun liegt es an Juni sie zu retten.


(Links: George Clooney | Rechts: Hurenlame Animationen)

Ja, das war’s schon. Mehr Story gibt es nicht. Ist wahrscheinlich auch besser so. Mission 3D ist anscheinend der nun schon dritte Teil der erfolgreichen (???) Spy-Kids Filme. Ich zappte durch und blieb stehen, weil er so grotten schlecht und amateurhaft wirkte. Erstaunt musste ich dann feststellen das es ein Film von Robert Rodriguez ist und jede Menge namhafter Schauspieler mitspielen. Salma Hayek, George Clooney, Antonio Banderaz, Danny Trejo, Elijah Wood (der sich unter all den Zwergen endlich mal groß fühlen durfte) und Sylvester Stallone in einer kranken Quatrorolle. Der Film ansich lebt allerdings trotz mehr oder weniger guten Schauspielern nicht wirklich von seinem Schauspiel, sondern eher der Tatsache, das es ein 3D Film mit allerlei Computeranimation ist. Den 3D Effekt konnte ich zwar nicht testen, da im TV wohl die normale 2D Version lief, allerdings fand ich das im Nachhinein nicht einmal schade, denn die Computeranimationen sahen einfach scheiße aus und erinnerten an die Anfänge des Raytracing anno 1996. Entweder stand da nicht viel Budget zur Verfügung oder es ging nicht anders, wegen dem 3D Blah.

Ansonsten ist da halt nix weiter. Der lame rothaarige Junge hüpft da durch beschissen gerenderte Welten und erlebt eine Actionsequenz nach der anderen. Dabei lernt er andere lame Idioten kennen, die im Spiel gefangen sind und holt zu guter letzt noch seinen Großvater in’s Spiel, welcher Gehbehindert ist und im Rollstuhl sitzt. Klar, das er im Spiel aber ein Power-Up findet, welches ihm “Mega Legs” beschert. Fortan jumped er in einem Computeranimierten Anzug durch den Film, was an Lächerlichkeit gar nicht mehr zu überbieten ist.

Oder doch?


(Links: Das Megarace sieht noch am coolsten aus | Rechts: Level 4 ~_???)

Sylvester Stallone nämlich fiel die Ehre zuteil eine… Quatrorolle zu spielen. Er spielt einmal sich selbst, den Toymaker, dann aber auch 3 verschiedene Ichs von sich… Irgendwie. Dabei ist die Hippieversion von ihm sogar für einige Lacher gut. Ansonsten muss man ihm anrechnen, das er 2003 wohl noch nicht so aufbeläht war, wie bald in “John Rambo” zu sehen.

Der Film fesselte mich eher wegen der Schwester Junis, welche von Alexa Vega gespielt wird und ihrem Pappkostüm sogar ziemlich sexy aussieht. Bewusst wurde die Stelle an ihrem Arsch freigelassen und nur durch eine Latexhose bedeckt, so dass man die Form ihres Arsches gut ausmachen kann. Der Brustpanzer deutet dabei kleine zarte Brüste an und lediglich die riesen Klaue an ihrer rechten Hand ist etwas abturnend und verhindert ein vorzeitiges Abspritzen.

Ach, überhaupt war alles scheiße an dem Film und ich schaute ihn nur, weil ich bewegungslos auf dem Bett lag und die Fernbedienung irgendwo runterfiel und ich nicht dran kam. Selbst mit 3D Brille muss man sich sowas wahrscheinlich nicht anschauen.

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Snatch

S N A T C H
Schweine und Diamanten

Eine Zusammenfassung der Story von Snatch ist etwas schwierig, da mehrere Handlungsstränge parallel ablaufen und der Film von vielen, verschiedenen, verrückten Charakteren nur so strotzt. Ganz grob kann man sagen, das es um einen 86 karätigen Diamanten geht, an dem so ziemlich jeder, der davon Wind bekommt, Interesse hat. Parallel dazu sehen wir wie die nicht lizensierten Boxpromoter Turkish und Tommy ihr Glück mit illegalen Boxkämpfen suchen und ausgerechnet mit dem gefürchteten Bricktop in’s Geschäft kommen.


(Links: Bricktop (mitte) sieht einfach geil aus | Rechts: Brad Pitt sowieso)

Den Trailer zu Snatch sah ich mal vor Urzeiten auf irgendeiner DVD und dachte: “Oh cool. Will ich sehen..” Als er dann im TV kam und ich die ersten 10 Minuten schaute, frug ich mich dann allerdings, ob das so eine gute Idee war. Die Musik total lame (komisches DnB Zeugs Marke Musikmaker) und die Schnitte viel zu sehr auf “Gugg mal, ich bin total cool!” getrimmt. Gottseidank legte sich das ziemlich schnell und der Film fing an mit den abgefuckten Charakteren zu fesseln. Ich schau mir einfach gerne die Stories rund um abgehalfterte Halbkriminelle, Waffendealer, professionelle Auftragsmörder oder der Mafia an. Erst recht, wenn ihnen soviel sicke Zufälle und Situationen widerfahren, wie in Snatch. Der anfangs geklaute Diamant durchläuft mehrere Stationen, mehrere Hände und nicht nur die ursprünglichen Räuber interessieren sich dafür. Auch der Handlungsstrang mit den Boxpromotern ist natürlich nicht für umme und läuft schon langsam am Schluss des Films mit den anderen zusammen. Dabei fiel mir auf, das man dem Film trotz der vielen Charaktere, den vielen Handlungssträngen und der schnellen Erzählweise mit Stroboskopartigen Einblendungen und teilweise Rückblenden, locker folgen kann. Selten fragt man sich, was gerade vor sich geht und das find ich gut.

Tjo, schade das man Brad Pitt relativ wenig sieht, dafür machen das die anderen Schauspieler wieder wett. Die sind einfach auch alle recht geil. Und der Hund quietschte so lustig. Nice.

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Pirates of the Caribbean: At World’s End

Pirates Of The Caribbean: At World’s End
f o x | 2 0 0 7 | u s a

Die Geschichte um Jack Sparrow, Elizabeth Swann, Will Turner und all den anderen Gestalten nähert sich ihrem Ende. Alle Trailer suggerierten einen düsteren, vor allem aber actionbetonten 3. und letzten Teil der Saga, indem angekündigt wurde: “Alle Fragen werden beantwortet!”

Meine einzige Frage ist: Wie kann man nur so einen Haufen Scheisse produzieren?

Story
Der veräterische Lord Cutler Beckett hat doch noch das Herz von Davy Jones bekommen, regiert nun über die “Flying Dutchman” und will alle Piraten töten. Die hingegen wollen sich der Herausforderung mit Hilfe der 9 Piratenlords stellen. Problem ist ja nur, dass Jack Sparrow (einer der Lords) im letzten Teil von einem Kraken verschluckt und sich nun em Ende der Welt befindet. Jetzt gehts also los und den Rest.. naja den erfahrt ihr später.

Kritik
Jetzt gibts erstmal jede Menge Spoiler, also bitte nicht lesen, wenn ihr noch reingehen wollt aka.. Ja, so einfach hört sich das an. Es hört sich sogar spannend an, denn jeder fragte sich bis zum Beginn des dritten Teils, was wohl mit Jack passiert ist, ober überlebt hat usw. Wir hörten ja skurile Geschichten von ihm, auch wenn die meistens nicht gerade der Wahrheit entsprachen. Wink

Die Antwort? Er entkam dem Kraken. Wie? Das werden wir leider nie erfahren. Er liegt einfach tot am Strand während Jack bereits mit seinen imaginären Ichs sein Schiff steuert, dass auf dem Wüstensand der Totenwelt gestrandet ist. Klingt verwirrend? Oh ja aber es ist noch lange nicht alles.

Der dritte Teil beginnt mit der verpflochtenen Story, mit der der zweite Teil aufhörte. Ich will auch gar nicht lange drum rum reden.. wer gedacht hat das lockert sich etwas, sodass man wieder genießen kann, der irrt sich. Es wird NOCH heftiger! Ka was sich Disney dabei gedacht hat aber im Prinzip hat jeder seinen eigenen Plan. Dazu benutzt er/sie wiederum andere um diesen in die Tat umzusetzen. Die “Ehre” spielt aber auch eine Rolle, genau wie der Kodex der Piraten und die Liebe sowie Freundschaft. Aber es geht auch ums Geschäft und.. aka.. in diesem Film wird so ziemlich jeder mindestens 3x die Fronten wechseln, einen ganz anderen Weg einschlagen oder einfach mitmachen, damit er die Luft bewegt hat, nur damit sich am Schluss doch nur noch zwei Parteien gegenüberstehen. Kunst? Wohl kaum.

Man hätte den Film einfach gut um eine der fast drei Stunden kürzen können. Und man hätte tatsächlich randomly die Schere zwischen Intro und Finale setzen können.. es wäre wahrscheinlich nicht sonderlich aufgefallen.

Denn bei dieser Länge muss halt mal auch was passieren, damit es spannend bleibt. Aber das fiel hier buchstäblich ins Wasser. Actually gibt es nur eine einzige richtige Kampfszene.. und die kann dem gewaltigen Angriff des Kraken beim zweiten Teil noch nicht mal annähernd das Wasser reichen. Enttäuschend, wenn man bedenkt, dass dies der Abschluss einer bombastischen Trilogie sein soll. Stattdessen wird gelabert, betrogen, rumgepienst, hintergangen und gewitzelt was das Zeug hält. Die Gags sind dabei teilweise diesmal so platt, dass man die Stirn runzeln muss. Sicher.. da gibts schon ein Haufen Lacher aber es gibt so sauviel Situationen wo diese nichtmal passen, dass ich nicht drum rum komme mir zu denken, der Film “musste” ums verrecken komisch sein, was die Musik auch sehr unterstütze.. leider. Sieht der Schwertkampf zwischen Jack und Ctp. Davey auf einem der Schiffsmasten im Trailer zu der dramatischen Musik einfach nur höchst imposant aus, verkommt die Szene durch die lustige ‘Auf geht’s, yo-ho’ Musik im Film selbst zu einem “Aha.. okay.”

So ist man also zum Teil gelangweilt und zum Teil rafft man nix, weil die Story eben auch außerordentlich wirr erzählt wird. Das Flair ist einfach weg, als hätte es nie sowas wie einen ersten Teil gegeben. Der einzige Charakter der sich treu blieb/bleiben durfte ist Cpt. Barbossa, der auf seine zynische Art für so manch coole Stelle verantworlich ist.

Er ist es auch, der die völligst peinliche Heiratsszene gerade noch erträglich macht, bei der Jerry Bruckheimer und alle Beteiligten wohl gerade unter Drogen standen, als das “Go” für diese Szene gegeben wurde. Es ist schon relativ lame, wenn Elizabeth & Will sich während des Schlusskampfes fragen, ob sie sich heiraten wollen (zumal die lovestory die 02:30h davor mehr oder weniger gar nicht wieder aufgefasst wurde). Aber währenddessen dann um eine Vermählung zu bitten und sich dann zu küssen, inmitten dieser ersten echten und gleichzeitig alles entscheidenden Schlacht des kompletten Films.. das setzt dem Ganzen schon die Krone auf. Sehr lächerlich. Da war kein Charme, da war kein Witz, da war kein offensichtlich mit Absicht überzogenes Irgendwas.. das war einfach nur lächerlich.

Die ganze Schlacht ist sowieso toll, denn man sieht zwei Armadas von Schiffen und denkt sich natürlich: “Holy crap, wird das jetzt abgehen!” Und tatsächlich! Am Schluss jubeln alle Piraten, weil sie toll gekämpft und zusammengehalten und gewonnen haben. Dass sich allerdings die ganze Zeit nur exakt zwei Schiffe bekämpften und der Rest einfach nur.. gar nix machte, ist anscheinend nicht relevant. Der ganze Film zielte auf diesen einen gewaltigen Kampf ab und wir sahen.. nichts davon. Tjopes.

Getoppt wird das alles nur noch vom Outro nach den Credits. Denn der neue Mann ist am Schluss der neue Cpt. des Geisterschiffes und darf nur alle 10 Jahre für einen Tag zurück ins Reich der Lebenden. Was passiert also? “10 Jahre später” stampft eine völlig gleich alt aussehende Elizabeth mit ihrem Sohn (!) (Haben die während des Kampfes etwa auch noch gebumst oder was?? Hätten sie lieber das gezeigt.) auf einer Klippe dem Meer entgegen und lächelt verzückt, als sie nach Sonnenuntergang das Piratenschiff entdeckt. Schon schnulzig. Aber wenn man dann auch noch Will Turner.. im Glanze des hintergründigen Sonnenlichts, den Bart cool rasiert und anmutig an einer der Schiffsleinen haltend, in die Ferne blicken sieht.. dann ist das wirklich ganz großes Hollywood Kino in seiner absolut dümmsten Form. Da hätte dem Film in der Szene nur noch eine animierte US-Flagge im Hintergrund gefehlt um sich selbst ein Denkmal zu setzen.

Fazit
Was mit einem grandiosen Auftakt einer Trilogie begann, hatte immer mehr an Charme verloren, bis es nun mit Hilfe von absurden Szenen und einer total beknackten Story in eine Bedeutungslosigkeit abgedriftet ist, dass ich die Hälfte jetzt schon wieder vergessen hab und der Film eher nur den Untertitel “Am Ende” verdient hätte. Natürlich wird man ihn sehen wollen, schon weil man wissen will wie es aus geht. Ich hingegen wäre besser bedient gewesen, hätte ich es beim ersten Teil belassen.

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P.S. Sorry für die nicht vorhandenen, den Text etwas auflockernden Bilder aber anscheinend hatte im Internet einfach keiner Bock ein paar screens zu machen, die nicht nur 3449x die Schauspieler in Nahaufnahme zeigen??? Whatever.. ihr verpasst nix.

The Chumscrubber

Phil, 22.05.2007

The Chumscrubber aka Glück in kleinen Dosen

Es war schon ganz richtig von Filmstarts.de den Vergleich mit American Beauty zu suchen, denn The Chumscrubber geht in eine ähnliche Richtung von Selbstfindung und Erwachsenwerden. Ihm, aufgrund von vermeintlichen Themenklau bei American Beauty, gerade mal 6 von 10 Punkten zu geben, halte ich für komplett unangemessen, denn The Chumscrubber ist ein verdammt guter Film.

Grob gesagt geht es um das Leben in einem x-beliebigen, amerikanischen Vorort, in dem verschiedenste Familien in guter Nachbarschaft nebeneinander wohnen, bis Troy, der die ganze Highschool seit jeher mit Pillen versorgt, sich in seinem Zimmer erhängt. Ein ziemlicher Schock für Dean, den typischen Einzelgänger, denn Troy war sein einziger Freund. Das Ausbleiben der kleinen Muntermacher, veranlasst eine Gruppe von Teenagern, Dean zu erpressen, damit er das Zeug besorgt, indem sie seinen kleinen Bruder Charlie entführen. Leider entführen sie den falschen Charlie. Und hier geht der Film erst los.

Es stehen hier nicht nur die Teenager und die Geschichte um den entführten Charlie im Vordergrund, es wird auch auf die Lebenssituationen und Gefühlslagen der Eltern in einem großen Maße eingegangen. Da ist zum Beispiel der Vater von Dean, der seinen Sohn immer wieder als Aufhänger für seine psychologischen Studien benutzt. Oder die Mutter des entführten (falschen) Charlie, die im totalen Heiratsstress mit dem Bürgermeister der Stadt hängt, den das allerdings kaum interessiert. Oder die Mutter von Troy, die allen anderen Elternteilen tagein, tagaus damit auf den Sack geht, dass sie absolut keine Schuld an Troy’s Tod hätten. Und so weiter und so weiter und so weiter….

The Chumscrubber erscheint spielerischer als American Beauty, um mal den Vergleich wieder heranzuziehen. Es ist immernoch ein sehr ernsthafter Film, verfügt aber über eine Leichtigkeit, die ihresgleichen sucht. Dabei driftet er jedoch nie in einen Pathos ab. Alles was passiert wird mit einer unglaublichen Nüchternheit gezeigt und kaum kommentiert, kaum Kritik erhoben. Es läuft eher nach dem Motto: So sieht’s aus, deal with it! Dabei steht vor allem das Verhältnis zwischen Eltern und Kind im Vordergrund, das vor allem durch eine Sache gekennzeichnet ist: Ignoranz seitens der Eltern. Es ist erschreckend und gleichzeitig wundervoll anzusehen, wie die Kids von den Eltern ignoriert werden, überhaupt nicht verstanden werden. Der Generationenkonflikt reicht hier einfach nicht mehr aus.

Der Film lebt von seinen Charakteren und die Schauspieler sind meiner Meinung nach überragend. Jamie Bell als Dean, der schon in Dear Wendy gezeigt hat, was er draufhat, zieht auch hier wieder alle Register. Aber auch alle anderen Rollen sind mehr als nur Nebencharaktere. Der Soundtrack tut sein übriges, um den Film in ein Meisterwerk zu verwandeln. The Chumscrubber ist großes Kino, abseits vom Kino.

Bitte gucken.

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300

Kommen wir mal zu der Vorstellung, dass ein 20 – 29jähriger in der “Westlichen Welt” in genau diesen Tagen in ein Lichtspieltheater – Neudeutsch auch “Kino” genannt – gehen und sich die neueste Frank-Miller-Comicverfilmung “300″ ansehen möchte. Was begegnet ihm im Vorfeld? Zum einen ein ganz schöner Hype, der sich durch das Internet zieht, sowie doch so aberlustige Karikaturen. Ich möchte hier ein paar auflisten.

Nun möchte man sich denken: “Diese Leute aus dem Internet haben ja einen ganz schönen Erfindungsreichtum!”

Die Realität sieht aber so aus, dass man sich ziemlich schnell davon genervt fühlt. Wohlgemerkt als Außenstehender. Denn wir gehen noch immer aus, dass wir in der Rolle einer Person sind, die den Film noch nicht begutachten konnte, bis auf einige Elemente des Trailer. Wir erinnern uns:

http://www.apple.com/trailers/wb/300/

Dort sind die Elemente, auf denen dieser Hype aufbaut, schon enthalten. Der persische Abgesandte, der Diplomat mit den Nasenpiercings, wurde von König Leonidas mit dem wilden Ausschrei “This is Spartaaa!!” in ein großes Loch getreten, denn dieser wird sein Volk nicht dem Großkönig Xerxes unterwerfen. Deswegen tritt er mit 300 seiner besten Krieger – die einzigen Spartas, die eine harte Ausbildung hinter sich haben – gegen eine Unzahl des Streitheers von Xerxes an. Die Situation scheint verloren.

Und das wars. Die Story. Es wird nicht mehr. Nein, alles was danach kommt, sind rein kosmetische Aufpolierungen, ästhetischer Größenwahn, bildgestalterischer Schwanzvergleich.

Sicher, einzelne Punkte könnte man noch weiter ausarbeiten wie eine Fachprüfung, dass sich Xerxes nicht nur für einen König hält, sondern sogar für einen Gott. Doch dies sind nur kleine Splitter im großen Baumast, auf die man als Sicht des Review-Schreibers eingehen kann, aber nicht muss. 300, der Baumast über den wir hier sprechen, ist äußerlich schön und stimmig geformt und wurde pompös nachgeschliffen, doch wehe man erwartet eine Belastungsprobe, so stürzt das ganze Kartenhaus der Schönheit ein und zurück bleibt ein gebrochener, spröder Ast.

Da helfen auch Muckies und Waschbrettbäuche nicht weiter, die jeder Spartaner hat. Auch ein gutes Beispiel, wie sehr sich der Film an tatsächliche Ereignisse hält. Und zwar gar nicht. Die 300 spartanischen Krieger waren geschichtlich korrekt Hoplits. Und diese wiederum hatten eine derartige Gestalt:

Mal davon abgesehen dass es eine ziemlich bescheuerte Idee war, mit nacktem Oberkörper zu kämpfen, so hält sich der Film nicht nur in bildtechnisch ästhetischen Fragen (nacke Oberkörper und Waschbrettbauch im Film) nicht an die Wahrheit – der Film basiert auf der Erzählungen des antiken Chronisten Herodot. Doch dieser war zum Zeitpunkt der Schlacht noch ein Baby, so ein Pech aber auch. Dass aber zu diesen Zeiten gerne über Wunder, Sagen und Märchen erzählt und dies für die Wahrheit verkauft wurde, hatten wir schon öfters. Früh-Hippie Jesus (Sohn Gottes) and Bible anyone?

Jetzt aber mal wieder anderes Thema. Frank Miller. Was für ein geschundenes Kind mag dieser Mensch wohl sein? Ob er Stimmen in seinem Kopf hört? Ob er BDSM mit Schmerzerfahrungen bevorzugt? Ob er in seiner Kindheit geschlagen wurde?


Frank Miller.

Anders kann ich mir nicht erklären, wieso folgende Eigenschaften in 300 so oft auftauchen: Ehre, Patriotismus, Brutrünstigkeit, Wut, Gewalt, Tod und Brutalität.

Ich übertreibe nicht. Ich zähle nur diese Eigenschaften des Films und anscheinend seines Denkens auf, die dann nicht dezent im Hintergrund platziert wurden (auch dass wäre eine Ästhetik, Mister Miller!), sondern immer wieder mit dem Holzhammer vorgetragen wurde. Wenn ich weiter ausholen würde, könnte man mit Parallelen zum derzeit stattfindenden Irak-Krieg (“Durchhalten Männer!!”) anfangen. Doch das tue ich nicht.

Versteht mich nicht falsch, denn ich mochte durchaus Sin City. Wieso ich diesen Film aufzähle? Weil er ähnliche Eigenschaften wie 300 besitzt (bis auf Patriotismus), aus dem gleichen kranken Hirn entstanden ist und zusätzlich ebenfalls um Ästhetik bemüht war. Und er schaffte es, mit kleinen Geschichten jeweils ein kleines, düsteres Universum zu schaffen, und es machte Spaß sich auf diese Geschichten einzulassen.

Bei 300 gar nicht. Der Inhalt von 300 ist ein Fluss, der vor sich dahinplätschert, und ein nettes Hintergrund-Assembel veranstaltet. Hört man genauer hin, so ist es weiterhin ein unverständliches Geplätschere. Die Dialoge in 300 sind nicht nur hohl, sondern wirken fast wie Werbeunterbrechungen zu Gunsten der Illusion, eine griffige und spannende Story würde entstehen. Die Spannungskurve geht ebenso wenig in die Höhe wie Thorstens verschrumpelter Penis, wenn er 80 ist. Sie ist praktisch nicht existent.

300 mag ein ästhetisches Experiment sein, das im Gegensatz zu Sin City nicht geglückt ist. Auf eine derart lange Spielzeit kann man die Story einfach nicht strecken. Wie beim Ausrollen eines Pizzaboden mit viel zu wenig Masse dehnt sich die Story dahin, beginnt dünner und dünner zu werden um am Ende mit Löchern als missratenes Experiment dazustehen.

Die Athmosphäre fühlt sich nach dem an, wie sie beabsichtigt war: Sehr platisch, computergeneriert, übertrieben, machomäßig, steril, plump.

Ein Film mit nachträglich schönoperierten dicken Eiern, mit denen die Produzenten anscheinend nicht klar gekommen sind. Fast wie ein Junge beim ersten (ungewollten) Samenerguss. Unbeholfen dämlich aber dicke Eier.

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Spiderman 3

Spiderman 3

Gut, aber nopes übergeil. Eigentlich genau so viel, wie ich erwartet habe.

SPOILER:

Was ich lame fand, war die elend (baha) lange Szene in der er den Anzug drunter hatte und ‘cool’ wirken sollte. Es wirkte so lame und scheisse, dass es mehr wie eine Komödie rüberkam als alles Andere.

SPOILERENDE

Allgemein kamen paar Szenen, in denen ein Kumpel von mir und ich uns totgelacht haben, wo das aber mit Sicherheit nicht im Sinne des Erfinders war. ~_~

Trotzdem kotzte ich schon geile Brocken bei der CGI. Dass der Film 258 Mio. USD kostete (inkl. Promo oder nur Produktion?) kann ich auch nicht nachvollziehen, aber ich war schon beeindruckt, muss ich sagen. Ich war allerdings auch in Hamburg’s größtem Kino mit der dicksten Anlage usw. also kann es auch daran liegen.

Also, ich geb dem Film gute 3 Penen, da er mir genau das geboten hatte, was ich erwartet habe, aber das ganz große Fickfickfickjaaa-Erlebnis doch ausgelassen hat.

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PS. Wer Authenzität in einer Comicadaption erwartet, sollte vielleicht lieber nicht mehr Filme gucken, die auf Comics basieren. ~_~

Full Metal Village

Full Metal Village Südkorea / Deutschland 2006

Schleswig Holstein. Eine Kuhwiese. Ein Bauer füttert genüsslich seine Kühe. Zwischendrinne erklärt er der Regisseurin den Unterschied zwischen Kühen und Kälbern, Jungtieren und Kühen, Ochsen und Bullen.

“Nen Ochse is nen entmaanter Bulle, nich?”


“Ne, jetz hat die Olle schu wieder Kuh gesacht, dabei is des nen Kalb” |  “Bäckst du jeden Sonntach Kuchen?”"

*Schnitt*

2 Jugendliche kleben sich Schmink- und Diättipps – fein säuberlich aus der Bravo ausgeschnitten – an die Wand. Für einen Kinder Schokoriegel muss man eine ganze Stunde trainieren. So ein Glück erst, dass man schon seit einem Jahr keinen Schoko-Nilpferd-Snack mehr aß – Kalorien pur.

*Schnitt*

Der nexte Bauer erzählt wild hustend in seiner Küche, dass man nach 50 Jahren auch nichmehr aufhören bräuchte zu Rauchen.
“Muss ich früh am Tag anfangen, damit ich meene 3 Schachtel durchgriech, ne?”

*Schnitt*

Gespräch zweier älterer Damen:
“Bäckst du jeden Sonntach Kuchen?”
“Nö.”
“Wieviele waren det denn letztes Johr? 60’000?”
“Ja und dieser – wie heisst datt – Schwarzmetall – ne, die trachen ja die Kreuze so umgedreht. Also des kurze was be mir jetz oben is, is bei dene Unten”
“Ne, Ne, Ne”

Gekonnt führt die aus Südkorea stammende Regisseurin Sung Hyung Cho fast kindlich naive Gespräche mit den Einheimischen des kleinen Dorfen Wackens.
Gespräche über Landwirtschaft, Lebensmittelindustrie, über Modellträume, Ehe mit Bauern und, spätestens wenn sie einen der Mitgründer interviewt, auch über das stets im Raum hängende Open Air. Dabei entlockt sie so manchem durch ihre Art das ein oder andere pikante Detail. Unser Mitbegründer schimpft uff die Gastarbeiter (Polen, Tschechen, und die alle halt) die ihm den Job wegnehmen (tjo – wäre er ma ned ausgestiegen…), die Enkelin oben erwähnter Kaffeetanten wäre gerne mal ne Stunde im 2ten Weltkrieg. Hitlerjugend und so. Geil. Oder aber, dass nen 60-jähriger ne Freundin braucht, “um die Frau zu entlasten, ne?”.


Entlastet gerne seine Frau

Da wirken die langhaarigen die urplötzlich mit gigantischen Holzhämmern einfallen, den örtlichen Edeka seiner Schampoovorräte erleichtert – obwohl wir kurz später erfahren: Duschen ist kein Heavy Metal – wie Wesen von einem anderen Stern, und trotzdem normal.

Die durchwegs sympathische Sung Hyung Cho schafft es hier gekonnt einen unterhaltsamen Dokumentarfilm zu schaffen. Dabei lässt sie sich nicht dazu verleiten, mehr als nötig auf das Festival einzugehen, sondern bleibt ihrer Linie treu.

Sehr liebenswerter Film und ne absolute Empfehlung im Dokumentarbereich
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weil ich ihn wohl nicht viel öfter ansehen werde…

Death Note

Death Note Japan 2005

Buch fällt vom Himmel. Ja, einfach so. So ein Typ entdeckt es. Er merkt, dass wenn er Namen von Leuten reinschreibt, dass sie sterben. Das wäre alles.

Gott, ich hab’ nichtmal Bock ein anständiges Review zu schreiben.

Death Note ist einfach nur hurenalberne Mistkacke. Natürlich ist der Protagonist, der sich zum ausgebufften Massenmördermastermind wandelt ein kleiner weinerlicher Milchbubi. So ein Casting schaffen nur die Japaner.

SO EINE GOTTVERFICKTE SCHEISSEEEEEEEEEE

Er entdeckt dieses Buch und entscheidet sich dafür alle Kriminellen zu töten um die Welt zum Ort des Friedens zu machen. Lobenswert! Also schreibt er 34873894 Namen in das Buch und alle haben einen Herzinfarkt und ihnen läuft Schaum aus dem Mund.
Doch er hat die Rechnung ohne L gemacht, den genialen Detektiv, der 40 Minuten lang zu allen Polizisten nur über einen Laptop spricht, weil er um seine Sicherheit fürchtet. Aber die Polizisten möchten ihn so gerne mal zu Gesicht bekommen. Warum also nicht einfach mal fragen? :-) Und huch, tatsächlich, nun lädt er seine Kollegen plötzlich zu sich nach Hause ein wo er Süßigkeiten mampft.

Aber…was ist denn das? L ist ein Meisterdetektiv! Leider sieht er wie ein 17 jähriger Milchbubiemo aus. So ein Casting schaffen nur die Japaner.

Mal sehen…was haben wir noch? Verwackelte Kameras, billige Einstellungen auf Sitcom-Niveau, die grottigste, peinlichste CGI-Kreatur die ich je gesehen habe und vermutlich von geistesgestörten Grundschulkindern beim Kacken gemacht wurde.

Und dann duellieren sich Light und L in einem höchst spektakulären Kampf der Gehirne, bei dem sie sich nie zu Gesicht bekommen weil Light dann ja L töten könnte und L wüsste wer Light ist. Spannung ensues! Aka nope.

Ach Gott, so ein verfickter billiger Drecksfilm. Wenn er wenigstens von Miike wäre, könnten wir uns über Sho Aikawa und überzogene Gore-Exzesse freuen. So bleibt nur ein biederes Machwerk für Anime-Nerds die neben der crappigen Animeserie auch noch einen echten Film brauchen um ‘ne Latte zu bekommen.

Apropos Latte. Die bekam ich bei den immerhin ganz cuten Mädchen die sich da so im Film tummeln. Wegen ihnen gebe ich einen Gnadenpen aka meinen Pen.

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One Last Dance

One Last Dance Singapur 2005

Singapur. T (Francis Ng) ist ein stiller, zurückgezogener Mann. Er arbeitet hier als Auftragskiller. Den Sonntag nimmt er sich frei. Dann spielt er mit dem örtlichen Polizeicaptain (Ti Lung) Schach. In roten Geschenkpäckchen (normalerweise zum Chinese New Year verteilt), die man ihm in den Briefkasten wirft, bekommt er die Namen seiner Opfer. Jetzt soll er die Kidnapper des Sohnes eines angesehenen Gangsters aufspüren. Leider scheint die halbe Unterwelt Singapurs etwas damit zu tun zu haben. Die Italiener, angeführt von Harvey Keitel vielleicht? Vielleicht auch T selbst. Oder seine kriminellen Freunde Arthur und der leicht irre Kou, in dessen Schwester Mae (Vivian Hsu) T sich verliebt. Dann gibt’s da noch einen gelben Koffer, hinter dem alle her sind. Was ist drin? T weiß es nicht. Ich weiß es auch nicht. Hat eigentlich irgendwer eine Ahnung, was hier abgeht?


(Francis Ng ist einfach geil. Er sähe vermutlich auch beim Scheißen noch cool wie Sau aus.)

Max Makowski’s (welcher übrigens aus Brasilien stammt) One Last Dance ist locker mal einer der verwirrendsten Filme, die ich in den letzten 2 Jahren gesehen habe. Und ich sag’ es direkt: Wer sich diesen Film anschaut und mir am Ende klipp und klar sagen kann, was passiert ist und wer wo seine Finger mit im Spiel hatte, heißt entweder Max Makowski oder hat einen IQ jenseits von 150.

An Unterhaltungswert verliert der Film allerdings dadurch nicht, ganz im Gegenteil. Schon in der ersten Szene lugen die ersten humoristischen Elemente hervor, die sich durch zwei Drittel des Films ziehen werden und dem Ganzen eine gewisse Guy Ritchie-Note geben. Geglückt sind diese Passagen nicht immer – Makowski meint es eigentlich gut damit, will seinem Werk damit etwas von seiner schweren Plotlast nehmen, aber lässt sich dann leider hier und da auf ein Niveau herab, welches mit “Hundefurzjokes” wohl am treffendsten umschrieben wäre. Könnte man akzeptieren, wenn es dann nicht in der nächsten Szene plötzlich um Kant ginge. Diese ständige Schwankungen nehmen One Last Dance etwas von seinem Impact.

Glücklicherweise übertreibt Makowski es nicht völlig. Im Kern ist One Last Dance immer noch ein intelligenter, eleganter Krimithriller, der durch die Präsenz von Francis Ng (wirklich fantatisch, eine seiner besten Rollen und Grund allein, sich diesen Film anzuschauen) sowie Gastauftritte von Ti Lung (!) und Harvey Keitel (!!) ein Prestige erhält, das alles andere als alltäglich ist.


(Das im Hintergrund, das ist Kou’s Kumpel. Zusammen mit Kou der offizielle Repräsentant Jar Jar Binks’ in Singapur.)

Komplementiert werden diese Auftritte durch die richtig gute Musik John Swiharts (Inkl. kantonesischem Titelsong) und vor allem durch die edlen, sorgfältig komponierten Bilder, welche problemlos Milkyway-Niveau erreichen. Dazu virtuoser Schnitt sowie unübliche Szenenübergänge. Getrübt wird dieser hervorragende Eindruck nur durch das gewöhnungsbedürftige, beinahe comicartige CGI-Blut. Doch da echte Actionszenen ohnehin kaum vorhanden sind, lässt sich darüber hinwegsehen.

Ja, und dann gibt es eben noch den angesprochenen Plot. Auf einem alternativen Poster des Films heißt es: Every piece tells a different story. Bei One Last Dance kein hohler Spruch, sondern Fakt. Makowski konstruiert seinen Film wie ein Puzzle, rückt nach und nach neue Stücke aus – aber wie diese ineinanderpassen, muss man selbst herausfinden. Tatsächliche Erklärungen für die Geschehnisse werden völlig ausgelassen. Einerseits ist das eine wohltuende Abwechslung zum bekannten Problem vieler asiatischer Filme – immer alles laut aussprechen, zweimal unterstreichen und ja sichergehen, dass auch alles verstanden wurde – andererseits, bei einem so dicht verwobenen Plot wie dem von One Last Dance, ein echtes Problem für den Zuschauer. Bahn frei für Schnitte im Blinzeltempo; für Zeitsprünge, von denen man erst gegen Ende weiß, dass sie überhaupt solche waren; für prätentiöse Symbolik und sich in den eigenen Schwanz beißende Subplots. Das 100 Minuten zu verfolgen, ist ganz schön anstrengend und wer da nach einer halben Stunde aufgibt, den kann ich verstehen.


(Zwei Generationen, zwei Legenden.)

Der große Unterschied zu anderen Filmen, die sich in ihrer eigenen Cleverness verheddern? Makowski’s Inszenierung verhindert einfach jede Spur von Trockenheit; der junge Regisseur steigert sich mit solchem Inbrunst für das Medium Film in sein erstes großes Projekt hinein, dass man ihm die Ausrutscher nicht verübeln kann. Er arbeitet mit Respekt für seine Schauspieler, lässt ihnen viel Freiraum. Man spürt seine Leidenschaft, die letzten Endes über jeden Blödel-Gag und Story-Stolperstein siegt.

One Last Dance ist trotz, vielleicht auch gerade wegen dieser Unebenheiten hundertmal mutiger, smarter und interessanter als jedes glattgestriegelte Machwerk, das in den letzten Jahren die Fließbandproduktionen Hong Kongs und Koreas verlassen hat.


(“Wie, du hast den Film nicht kapiert? Dafür musst du sterben.”)

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